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Marktbericht Der DAX kennt nur noch Griechenland

[18:55, 25.01.12]

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Hervorragende Zahlen bei Apple, positive Überraschung beim Ifo-Index - doch keine Chance: Das Bangen um Griechenlands Schuldenschnitt macht Anleger unempfänglich für die Meldungen des Tages. Der DAX schließt leichter.


Weder Apple noch ein überraschend gut ausgefallener Ifo-Index konnten Europas Anleger von der Unsicherheit über die Zukunft Griechenlands ablenken: Der DAX gab seine anfänglichen Gewinne ab und schloss mit 6421 Punkten nahezu auf dem Vortagesniveau von 6419 Zählern. Der EuroStoxx50 fiel um 0,5 Prozent. Auch die Indizes in Paris und London gaben nach.

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Dass die DAX-Kurse im Schlussgeschäft leicht anzogen, führten Börsianer vor allem auf charttechnische Faktoren und geringe Umsätze zurück. "Apple hat an der Nasdaq Composite für gute Stimmung gesorgt, das hat abgefärbt. Aber die Angst vor einer Staatspleite Griechenlands bleibt", sagte ein Händler. Belastend hätten sich auch einige weniger überzeugende Bilanzen europäischer Großkonzerne ausgewirkt. So enttäuschte nach Siemens auch Ericcson und Novartis mit ihren Zwischenberichten.

In Athen und Brüssel dauert die Hängepartie über den Schuldenschnitt für Griechenland an. Eine Einigung der privaten Gläubiger mit der Athener Regierung ist weiter in der Schwebe. Hinter den Kulissen wurde um einen Vorstoß von IWF-Chefin Christine Lagarde gefeilscht, notfalls auch öffentliche Gläubiger an einem Forderungsverzicht für Griechenland zu beteiligen. Der Streit überschattete die relativ guten Nachrichten von der Konjunkturseite: So war der Ifo-Geschäftsklima-Index für Januar den dritten Monat in Folge gestiegen - etwas stärker als erwartet.

Begeisterung über Apples Umsatzplus

Zudem sorgte die für den Abend anberaumte Sitzung der US-Notenbank für Vorsicht. Zum ersten Mal in ihrer fast 100-jährigen Geschichte wollte die Federal Reserve (Fed) Prognosen der künftigen Zinsentwicklung in den USA veröffentlichen und auch ganz konkrete Gedankenspiele ihres Top-Personals, wann mit einer Zinsänderung zu rechnen sein könnte. Eine Abkehr von der Nullzinspolitik wurde an den Märkten allerdings nicht erwartet.

Begeistert waren die Anleger über ein mehr als 70-prozentiges Umsatzplus im Weihnachtsquartal bei Apple. Analysten beeilten sich, ihre Kursziele für die Aktien nach oben zu setzen. Anleger in New York stürzten sich auf die Papiere, die bis zu acht Prozent zulegten. Profiteure der guten Apple-Zahlen waren vor allem die Aktien einiger Zulieferer: So stiegen im TecDAX Dialog Semiconductor um 4,3 Prozent. In London legten die Aktien des Chipentwicklers ARM 3 Prozent zu.


 

© 2012 Reuters

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