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Marktbericht US-Konjunktur vermiest DAX Monatsabschluss-Party

[18:45, 31.01.12]

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Fast zehn Prozent legte der Leitindex im ersten Jahresmonat zu. Nach den Ergebnissen des EU-Gipfels tendierten Europas Börsen positiv. Enttäuschende US-Daten dämpften die Stimmung am Nachmittag jedoch.


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Mit Enttäuschung aufgenommene Konjunkturdaten aus den USA haben die Aufwärtsbewegung an den europäischen Aktienmärkten gezügelt. Der  DAX schloss 0,2 Prozent fester bei 6458,91 Punkten, nachdem er im Handelsverlauf bis zu 1,4 Prozent zugelegt hatte. Der  EuroStoxx50 halbierte sein Plus und schloss 0,6 Prozent höher bei 2418 Zählern. An den US-Börsen notierten die wichtigsten Indizes im Minus.

Im Januar ging der DAX um insgesamt 9,5 Prozent nach oben. Der EuroStoxx50 begann das Jahr im ersten Monat mit einem Aufschlag von 4,4 Prozent. Die deutlichsten Gewinne im deutschen Leitindex verbuchten auf Monatssicht die  Commerzbank mit einem Plus von 40 Prozent sowie die Autohersteller  BMW und  Daimler mit Gewinnen von 26 beziehungsweise 25 Prozent.

Am Dienstag hatte Griechenlands Regierungschef Lukas Papademos zunächst neue Hoffnungen auf eine baldige Einigung über einen griechischen Schuldenschnitt geweckt. Nach einem Treffen mit Vertretern der Europäischen Zentralbank und der Europäischen Union zeigte er sich zuversichtlich, dass die Verhandlungen über einen Forderungsverzicht privater Gläubiger bis Ende der Woche abgeschlossen werden können. Auch die Einigung der meisten EU-Länder auf einen härteren Sparkurs beim Gipfel in Brüssel kam an den Märkten gut an.

Amerikanische Konjunkturindex verdirbt Europäern die Laune

Weitgehend zunichtegemacht wurde die gute Stimmung am Nachmittag aber von Wirtschaftsdaten aus den USA. So sank der Konjunkturindex der Chicagoer Einkaufsmanager im Januar auf 60,2 Punkte. Analysten hatten mit einem Plus von 63 Zählern gerechnet.

Das vom Conference Board ermittelte Verbrauchervertrauen verfehlte im selben Monat mit 61,1 Punkten die Erwartungen von 68 Stellen sogar noch deutlicher. Eine zu hohe Bedeutung sollte den kurzfristigen Schwankungen des Verbrauchervertrauens aber nicht zugemessen werden, kommentierte Postbank-Analyst Heinrich  Bayer. Der aktuelle Rückgang ändere nichts an seiner Einschätzung, dass der private Verbrauch in den USA in den kommenden Monaten weiterhin eher verhalten steigen werde.

ThyssenKrupp führt DAX an

Unter den Einzelwerten bekam  ThyssenKrupp ordentlich Rückenwind. Der  DAX-Konzern teilte am Dienstag mit, sich mit der finnischen Outokumpu über den Verkauf seiner Edelstahlsparte geeinigt zu haben. Es sei eine gute Nachricht, dass Thyssen nun endlich eine Lösung für die Sparte gefunden habe, sagte ein Händler. Die Aktie stieg um 2,7 Prozent auf 21,67 Euro.

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Im Januar gehörte das Papier mit einem Plus von 22 Prozent ebenfalls zur Spitzengruppe in der ersten deutschen Börsenliga. Die Outokumpu-Titel gingen in Helsinki dagegen mit einem Abschlag von rund 15 Prozent aus dem Handel. Auf den Kurs drückte die von den Finnen für den Deal angekündigte Kapitalerhöhung. Von der Einigung profitierten unterdessen andere Edelstahlhersteller, die Analysten zufolge auf Kursgewinne ihrer Aktien hoffen können. Die Titel der börsennotierten  ArcelorMittal -Sparte Aperam stiegen in Luxemburg um 3,2 Prozent. An der spanischen Börse legten Acerinox um 1,5 Prozent zu.

Nebenwerte im Fokus

Im MDAX hielt die Talfahrt von  Klöckner & Co an, deren Anteilsscheine um 2,1 Prozent auf 10,62 Euro nachgaben. Seit Montag kommen die Papiere auf ein Minus von fast zehn Prozent. Vorstandschef Gisbert Rühl hatte zu Wochenbeginn mit pessimistischen Tönen zur Stahlnachfrage für Verunsicherung gesorgt.

Im  TecDAX machte Gigaset einen Sprung nach oben: Die Aktien des Telefonherstellers verteuerten sich um 10,1 Prozent auf 2,65 Euro - den höchsten Stand seit Mitte November. Gigaset hat im vergangenen Jahr seinen Gewinn vervielfacht. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) belief sich nach vorläufigen Zahlen auf 54 Mio. Euro, im Vorjahr waren es noch 3 Mio. "Die Zahlen sprechen für sich - das war schon ein ordentlich gutes Ergebnis", sagte ein Händler.


 

© 2012 Reuters

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