Fast zehn Prozent legte der Leitindex im ersten Jahresmonat zu. Nach den Ergebnissen des EU-Gipfels tendierten Europas Börsen positiv. Enttäuschende US-Daten dämpften die Stimmung am Nachmittag jedoch.
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Amerikanische Konjunkturindex verdirbt Europäern die Laune
Weitgehend zunichtegemacht wurde die gute Stimmung am Nachmittag aber von Wirtschaftsdaten aus den USA. So sank der Konjunkturindex der Chicagoer Einkaufsmanager im Januar auf 60,2 Punkte. Analysten hatten mit einem Plus von 63 Zählern gerechnet.
Das vom Conference Board ermittelte Verbrauchervertrauen verfehlte im selben Monat mit 61,1 Punkten die Erwartungen von 68 Stellen sogar noch deutlicher. Eine zu hohe Bedeutung sollte den kurzfristigen Schwankungen des Verbrauchervertrauens aber nicht zugemessen werden, kommentierte Postbank-Analyst Heinrich
Bayer. Der aktuelle Rückgang ändere nichts an seiner Einschätzung, dass der private Verbrauch in den USA in den kommenden Monaten weiterhin eher verhalten steigen werde.
ThyssenKrupp führt DAX an
Unter den Einzelwerten bekam
ThyssenKrupp ordentlich Rückenwind. Der
DAX-Konzern teilte am Dienstag mit, sich mit der finnischen Outokumpu über den Verkauf seiner Edelstahlsparte geeinigt zu haben. Es sei eine gute Nachricht, dass Thyssen nun endlich eine Lösung für die Sparte gefunden habe, sagte ein Händler. Die Aktie stieg um 2,7 Prozent auf 21,67 Euro.
DAX-Werte im Blickpunkt
Im Januar gehörte das Papier mit einem Plus von 22 Prozent ebenfalls zur Spitzengruppe in der ersten deutschen Börsenliga. Die Outokumpu-Titel gingen in Helsinki dagegen mit einem Abschlag von rund 15 Prozent aus dem Handel. Auf den Kurs drückte die von den Finnen für den Deal angekündigte Kapitalerhöhung. Von der Einigung profitierten unterdessen andere Edelstahlhersteller, die Analysten zufolge auf Kursgewinne ihrer Aktien hoffen können. Die Titel der börsennotierten
ArcelorMittal -Sparte Aperam stiegen in Luxemburg um 3,2 Prozent. An der spanischen Börse legten Acerinox um 1,5 Prozent zu.
Nebenwerte im Fokus
Im MDAX hielt die Talfahrt von
Klöckner & Co an, deren Anteilsscheine um 2,1 Prozent auf 10,62 Euro nachgaben. Seit Montag kommen die Papiere auf ein Minus von fast zehn Prozent. Vorstandschef Gisbert Rühl hatte zu Wochenbeginn mit pessimistischen Tönen zur Stahlnachfrage für Verunsicherung gesorgt.
Im
TecDAX machte Gigaset einen Sprung nach oben: Die Aktien des Telefonherstellers verteuerten sich um 10,1 Prozent auf 2,65 Euro - den höchsten Stand seit Mitte November. Gigaset hat im vergangenen Jahr seinen Gewinn vervielfacht. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) belief sich nach vorläufigen Zahlen auf 54 Mio. Euro, im Vorjahr waren es noch 3 Mio. "Die Zahlen sprechen für sich - das war schon ein ordentlich gutes Ergebnis", sagte ein Händler.
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