Der MDAX notierte 0,2 Prozent stärker bei 8480 Punkten. Der TecDAX verlor 0,1 Prozent auf 758 Zähler.
Hoffnungsvolle US-Börsianer belebten auch die Nebenwerte. "Die US-Futures haben sich im Laufe des Tages nach und nach ins Plus gedreht und den DAX mitgezogen", sagte Fidel Helmer, Leiter Wertpapierhandel bei Hauck & Aufhäuser, der FTD. Henk Potts von
Barclays Stockbrokers in London führte den Aufwärtstrend auch auf die Nervosität der Anleger zurück. "Der Markt bleibt ziemlich volatil, womit auch positive Nachrichten schnell eine Reaktion nach sich ziehen."
Auch leicht gestiegene Exporte erfreuten die Anleger. Das Produzierende Gewerbe stellte im Juli 0,1 Prozent mehr her als im Vormonat. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten jedoch mit einem Anstieg um ein Prozent gerechnet, nachdem es im Juni einen Rückgang um 0,6 Prozent gegeben hatte.
Die Papiere des Glücksspieleanbieters Tipp24 reagierten mit kräftigen Kursgewinnen auf die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), das staatliche Wettmonopol bei Sportwetten in Deutschland zu kippen. Die Aktien zogen mit einem Plus von 14,5 Prozent an die Spitze des SDAX. Der EuGH hatte entschieden, dass die deutsche Regelung über Sportwetten eine Beschränkung des freien Dienstleistungsverkehrs und der Niederlassungsfreiheit bedeuten.
Das Papier des Chipentwicklers Dialog Semiconductor gewann nach anfänglichen Verlusten 2,1 Prozent. Die Aktie profitierte von einer Kaufempfehlung der RBS-Analysten, nachdem das Unternehmen einen Großauftrag des Elektronikkonzerns Samsung erhalten hatte.
Im TecDAX fiel zudem Singulus mit einem Plus von 2,1 Prozent auf. Der Spezialmaschinenbauer zog aus China neue Bestellungen an Land.
Eine Kaufempfehlung von Goldman Sachs verhalf den Aktien des Stahlhändlers Klöckner & Co im MDAX zu einem Plus von 5,2 Prozent auf 17,25 Euro. Die Analysten hatten ein Kursziel von 26 Euro vorgegeben.
Auch die Aktien des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport profitierten mit einem Plus von 1,4 Prozent von einer Analystenstudie.
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