Dem Umweltunternehmen machte die schwache Geschäftsentwicklung eines dänischen Konkurrenten zu schaffen. Der Arzneimittelkonzern
Stada legte dagegen kräftig zu, obwohl gleich drei Banken und Broker ihre Kursziele reduzierten.
Der MDAX verlor 0,1 Prozent auf 8431 Punkte. Der TecDAX büßte 0,4 Prozent auf 758 Zähler ein. Wie bei den Leitindizes blieben auch bei den Nebenwerten entscheidende Impulse aus. Händler sprachen von sehr dünnen Umsätzen.
Größter Verlierer bei den Mid Caps war die Aktie von Lanxess, die mit einem Abschlag von 3,2 Prozent gehandelt wurde. Händler vermuteten dahinter die verpasste Aufnahme in den MSCI World Index. Der Indexanbieter hatte in der Nacht zum Mittwoch die Umstellungen veröffentlicht. Einige Investoren hatten offenbar mit einer Aufnahme der Lanxess-Titel gerechnet.
Das Papier von Salzgitter verlor 1,1 Prozent auf 51,46 Euro, nachdem die US-Bank
Goldman Sachs das Kursziel von 76 auf 69 Euro herabgesetzt hatte.
Trotz des durchwachsenen Marktumfelds schoss die Aktie von Stada um 5,5 Prozent auf 24,87 Euro in die Höhe. Zwar senkte Morgan Stanley das Kursziel von 27,50 auf 26 Euro, hob aber seine Bewertung von "Untergewichten" auf "Gleichgewichten" an. Auch die DZ-Bank und Unicredit senkten ihre Zielwerte. Die starke Aufwärtsreaktion des Stada-Papiers erklärten Händler mit der schwachen Entwicklung der Aktie in den vergangenen Wochen. Der Kommentar von Morgan Stanley sei dazu genutzt worden, wieder Aktien des Pharmakonzerns zu kaufen.
Der dänische Windturbinenhersteller Vestas schrieb im zweiten Quartal unerwartet rote Zahlen. Nach einem Verlust im operativen Geschäft von 148 Mio. Euro reduzierte das Unternehmen seine Prognose für das Gesamtjahr. Das weckte bei den Anlegern Sorgen um die Wachstumsdynamik der Windenergiebranche. Darunter litten auch die Papiere von Nordex, die 1,7 Prozent einbüßten.
Das Papier des Zahlungsabwicklers Wirecard büßte 1,7 Prozent ein. Zwar steigerte das Unternehmen im zweiten Quartal seinen Gewinn von 14,5 auf 31,2 Mio. Euro und übertraf die Markterwartungen. Händler verwiesen jedoch auf Gewinnmitnahmen, nachdem das Papier in den vergangenen Wochen rund 11 Prozent zugelegt hatte.
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