Der DAX wird zu Beginn wieder einen Teil der am Mittwoch erzielten Gewinne abgeben. Vor allem die skeptische Beurteilung der US-Notenbank zur wirtschaftlichen Lage sorgt für Zurückhaltung. In den USA verdichten sich die Anzeichen für eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums.
Die Fed bestätigte in dem sogenannten "Beige Book“ zur Lage der US-Konjunktur, dass das Wirtschaftswachstum in den Sommermonaten an Kraft verloren hat. Auch der krisengeschüttelte Immobilienmarkt zeigt sich nach dem Auslaufen von Steuererleichterungen wieder sehr schwach.
Die amerikanischen Börsen hätten im späten Handel einen Teil ihrer Kursgewinne abgegeben und das drücke trotz der nachlassenden Unsicherheit in der Eurozone auf die Stimmung, bemerkte Analyst Ben Potter von IG Markets.
In Tokio dominierten am Morgen die Käufer das Geschehen. Der Nikkei kletterte um 0,8 Prozent auf 9098 Punkte. In China sorgten hingegen Spekulationen um ein Vorgehen der chinesischen Regierung gegen illegale Fonds für kräftige Kursverluste an den dortigen Rohstoffbörsen. Der Shanghai-Composite gab um mehr als ein Prozent nach.
DAX im Fokus:
Der DAX wird kurz vor Eröffnung um 0,3 Prozent tiefer bei 6147 Punkten gestellt.
Im Handelsverlauf könnten sich die Papiere der
Deutschen Lufthansa etwas volatiler entwickeln. Zur Mittagszeit werden die Verkehrszahlen für August erwartet. Am Morgen überraschte bereits der Flughafen Wien mit einem starken Zuwachs bei der Passagierzahl im August. Zudem bleiben Bankenwerte wegen den laufenden Diskussionen um schärfere Regeln zur Kapitalausstattung im Fokus der Anleger.
Die E.ON-Tochter Climate & Renewables kann sich offenbar über mangelnde Arbeit nicht beklagen und verfügt über eine gut gefüllte Pipeline. Nach Aussagen von Frank Mastiaux, der Leiter der E.ON-Sparte, ist der Bereich derzeit „voll im Plan“ wie unternehmensinternen Vorgaben eines Aufbaus von einer Kapazität von rund 10.000 MW bis zum Jahr 2015 zu erreichen. Bereist jetzt investiert
E.ON demnach jeden vierten Euro in erneuerbare Energien und verdient dabei Geld.
Für Gesprächsstoff sorgt zudem weiterhin der Atomkompromiss. Berichten zufolge kommen auf die Betreiber der 17 deutschen Kernkraftwerke nun doch höhere Kosten zu als bislang bekannt. Nach Angaben der „SZ“ und der „FTD“ erhöht sich bei steigenden Firmengewinnen auch der sogenannte Förderbeitrag, den die AKW-Betreiber ab 2017 an den Staat zahlen müssen.
Der Chemiekonzern
BASF hat nach Angaben der EU-Kommission menschliches Versagen als plausibelsten Grund für die Anpflanzung einer nicht genehmigten gentechnisch veränderten Kartoffel in Schweden genannt. Weitere noch offene Fragen wollen die Experten der EU und der Mitgliedstaaten bei einem Besuch der Forschungsabteilung in der kommenden Woche klären.
Blick auf die Nebenwerte:
EADS führt derzeit offenbar Übernahmegespräche mit mehreren Unternehmen aus dem Rüstungs-, Sicherheits- und Dienstleistungsbereich. Nach Aussagen von EADS-Chef Louis Gallois könnte der Luftfahrtkonzern rund eine Milliarde Euro für Zukäufe ausgeben.
Börsen in Übersee:
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