Robert Rethfeld betreibt die Internetseite
Wellenreiter-Invest. Kernprodukt ist ein handelstäglich erscheinender Börsenbrief. Auch ein kostenloses 14tägiges Schnupperabonnement ist möglich. Die Aufmerksamkeit gilt Langfristentwicklungen, Zyklen und saisonalen Mustern sowie der Verschiebungen des smarten Geldes. Zusätzlich werden die Positionierungen der kommerziellen Händler und Großspekulanten analysiert („CoT-Daten“). Rethfeld ist TV-Interviewpartner und Mitglied der Vereinigung technischer Analysten (VTAD). Er lebt im Vordertaunus, wo er sich als Vorsitzender einer Freien Wählergemeinschaft kommunalpolitisch engagiert.
Wäre es nicht lässig, wenn in den nächsten Jahren ein stabiler, lang anhaltender Bullenmarkt Automatismen zurückholen würde, wie wir sie in den 1980er und 1990er Jahren kannten? Jahre stabiler Anstiege, nur gelegentlich unterbrochen von Abwärtsphasen, die selten mehr als einige Monate andauerten? Wäre es nicht brillant, wenn die Strategie des „Buy the dip“ erneut funktionieren würde? Wäre es nicht fabelhaft, bei fallenden Kursen angst- und risikofrei kaufen zu können? Wäre es nicht genial, lange Trends spielen zu können und dabei Aktien von 10 auf 50, von 50 auf 100 und dann gar auf 500 Euro steigen zu sehen? Und wäre es nicht großartig, sich nach einigen Jahren - mit Optionsscheinen schon in kürzeren Zeiträumen - sich all die Mercedes-Benz und Porsches, die einige Freunde bereits haben, selbst kaufen zu können? Oder die Finca auf Mallorca oder den Altersruhesitz mit Blick auf den Genfer See?
Befragt man das Orakel der Charttechnik und dort die Langfristcharts, so ergibt sich nichts anderes. Allerdings mit einer „Wenn-dann-Option“.
Diese „Wenn-dann-Option“ lautet: Sollte die Marke von 8.000 Punkten überwunden werden, so ergibt sich ein Kursziel von 13.800 Punkten für den DAX. Dieses errechnet sich aus der Spiegelung des dargestellten aufsteigenden Dreiecks an der 8.000-Punkte-Marke.
Als der Nasdaq Composite Index im Oktober 2002 auf 1.100 Punkte fiel, war allen Anlegern klar, dass es eine lange, lange Zeit benötigen würde, bevor die 5.000-Punkte-Marke wieder erreichen würde.
Charttechnisch hat der Nasdaq Composite Index eine Tasse/Henkel-Formation vollendet, die ein Ziel von 4.500 Punkten suggeriert (dazu muss man diese Formation entlang der roten Linie nach oben klappen). 4.500 Punkte wären ein Anstieg um 55 Prozent.
Wie wäre es mit einem Dow Jones Index von 20.000 Punkten? Auch ein solcher lässt sich charttechnisch begründen. Man nimmt die Preisdifferenz zwischen dem März 2009-Tief bei 6.626 Punkten und der 12.900-Punkte-Marke (die „Drehachse“; rote Linie folgender Chart) und klappt diese nach oben. Mit dieser Technik gelangt man zu einem Ziel von 19.526 Punkten. Die Drehachse ist auf dem folgenden Chart als rote Linie dargestellt.
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