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Klaus Buhl 7.000 Punkte bleiben im Visier

[12:00, 04.11.11]

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Klaus Buhl

 Klaus Buhl

Klaus Buhl ist seit über 15 Jahren als Portfoliomanager und Analyst tätig und betreibt u.a. das Portal  libra-invest. Dort erhalten Sie praktische Hinweise über die sinnvolle Kombination von marktneutralen bzw. vermögensverwaltenden Strategien in Abhängigkeit vom jeweiligen Börsenzyklus. Ein kostenloser Newsletter informiert regelmäßig über neue Entwicklungen. „Ich verspreche Ihnen keinen schnellen Reichtum, aber konstante Performance und regelmäßige Erträge in jeder Marktphase. Aber vor allem: Keine Verluste mehr!”


Liebe Leserinnen und Leser,

auch heute kann ich nicht behaupten, dass die vergangenen Handelstage eintönig waren, oder dass wir generell in langweiligen Zeiten leben würden. Für das „Salz“ in der Suppe der nun fast abgelaufenen Handelswoche sorgte natürlich der griechische Regierungschef, der ohne Vorwarnung und völlig skrupellos ankündigte, sich nicht an die mühsam erreichten Vereinbarungen zu halten und stattdessen ein Referendum anzustreben. Dieser Paukenschlag ließ den DAX in der Spitze um etwa 9 % einbrechen. Hartgesottene Anleger erkannten schnell die Kaufgelegenheit und interpretierten den angeblichen Winkelzug als politischen Selbstmord sowie als Chance, schneller als geahnt eine Währungsunion ohne Griechenland zu erleben.

Die zweite Überraschung der Woche kam aus Frankfurt und betraf die deutliche Leitzinssenkung der EZB. Last but not Least ging im Trubel beinahe eine weitere wichtige Meldung unter. Die FED verkündete, nun auch hypothekenbasierte Wertpapiere aufzukaufen, um direkt den kränkelnden Häusermarkt zu stützen und das Übel an der Wurzel zu packen.

Insgesamt erkennt man am Wochenverlauf, dass die Märkte trotz aller Irritationen von der Nachfrage bestimmt werden. Auf beiden Seiten des Atlantiks wurden Kursdellen speziell der zyklischen Titel sofort zum Kauf genutzt. Der sogenannte innere Markt, in dem sowohl das Ergebnis des Kampfs zwischen Bullen und Bären als auch die zyklische Verschiebung von Prozessen der relativen Stärke objektiv gezählt wird, deutet ebenfalls konsequent auf das Bullenlager. Auch wenn die Markt-Interna kurzfristig etwas heiß gelaufen sind und die Gefahr einer üblichen Korrektur oder Seitwärtskonsolidierung wächst, ist diesbezüglich nicht mit größerem Ungemach zu rechnen. Das gilt übrigens nicht nur für die US-Märkte und Europa, sondern auch für die Börsen in Hongkong, Shanghai und Australien.

Darauf deutet auch der sehr empfindliche Rohstoffsektor, in dem sich offenbar die Vermutung erhärtet, dass wir keine Bankenkrise erleben werden. Falls Sie sich für die Signale des inneren Marktes interessieren, beachten Sie bitte auch meinen informativen  Newsletter.

Nächster Abschnitt: Käufer bleiben gelassen


 

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