Klaus Buhl ist seit über 15 Jahren als Portfoliomanager und Analyst tätig und betreibt u.a. das Portal
libra-invest. Dort erhalten Sie praktische Hinweise über die sinnvolle Kombination von marktneutralen bzw. vermögensverwaltenden Strategien in Abhängigkeit vom jeweiligen Börsenzyklus. Ein kostenloser Newsletter informiert regelmäßig über neue Entwicklungen. „Ich verspreche Ihnen keinen schnellen Reichtum, aber konstante Performance und regelmäßige Erträge in jeder Marktphase. Aber vor allem: Keine Verluste mehr!”
wieder liegt eine spannende Handelswoche hinter uns, die vor allem von den zähen und fast schon satirehaften Verhandlungen zwischen der EU und der Athener Regierung bestimmt wurden. Die Hoffnungslosigkeit der wirtschaftlichen Verfassung Griechenlands spiegelt sich vor allem in der permanent steigenden Summe der benötigten Mittel wider. Denn während noch um die Ausstattung des zweiten großen Hilfspaketes von 130 Mrd. gestritten wird, hat der Währungskommissar der EU bereits ein neues Defizit von 15 Mrd. entdeckt. Kein Wunder, dass langsam die ansonsten zahlungswilligen Kernländer der EU nervös werden, die im vergangenen Herbst ihren Wählern noch versprochen hatten, dass nun die endgültig benötigte „Rettungs-Summe“ fest stehe.
Trotz dieser frustrierenden Einleitung meiner Analyse stehen die Chancen für eine weitere Erholung von Aktien und Edelmetallen gut, obwohl ich kurzfristig mit gesunden Korrekturen rechne. Denn die wichtigsten Marktparameter deuten mittelfristig eindeutig auf das Bullenlager. Als diese bezeichne ich die zögerliche Aufhellung der Konjunktur in den meisten Industrieländern, die nun die Angst der Börsianer vor einer ausufernden Schuldenkrise etwas in den Hintergrund drängt. Ein weiterer Punkt für die Bullen ist natürlich die ungeheure Liquidität, die die Notenbanken in die Märkte pumpen, und deren anhaltende Kreativität bei der Krisenbekämpfung. Wichtig ist auch die recht klare Zielformulierung, keine Bankenkrise zuzulassen und den Sektor bei der Umsetzung der strengeren Eigenkapitalanforderung zu unterstützen. Natürlich ist es auch kein Nachteil für die Aktionäre, dass die frische Liquidität auf einen sehr teuren Rentenmarkt trifft, der einem historisch günstigen Aktienmarkt gegenübersteht.
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