Buhl

Klaus Buhl Fed bringt die Bullen auf Trab

[11:19, 27.01.12]

Seite 1 | 2 | 3 | 4 | 5

Klaus Buhl

 Klaus Buhl

Klaus Buhl ist seit über 15 Jahren als Portfoliomanager und Analyst tätig und betreibt u.a. das Portal  libra-invest. Dort erhalten Sie praktische Hinweise über die sinnvolle Kombination von marktneutralen bzw. vermögensverwaltenden Strategien in Abhängigkeit vom jeweiligen Börsenzyklus. Ein kostenloser Newsletter informiert regelmäßig über neue Entwicklungen. „Ich verspreche Ihnen keinen schnellen Reichtum, aber konstante Performance und regelmäßige Erträge in jeder Marktphase. Aber vor allem: Keine Verluste mehr!”


Liebe Leserinnen und Leser,

langsam wird mir der fast schnörkellose Kursanstieg etwas unheimlich. Aber genau das zeichnet ja den Beginn einer Hausse oder einer starken Kursbewegung aus. In einem gesunden Markt beginnen die starke Hände zu kaufen, während andere noch nach günstigen Verkaufsgelegenheiten suchen, um ihre erlittenen Verluste zu verkleinern, oder sich erleichtert von Aktien trennen, die gerade wieder aus der Verlustzone aufgetaucht sind. Erste vorsichtige Käufer treffen auf einen ausgetrockneten Markt und die Eindeckung von Shortpositionen treibt die Kurse weiter nach oben.

Dieses Phänomen ist typisch für den Beginn eines starken Kursimpulses. Die Anleger haben sich an die schlechten Nachrichten gewöhnt und diese längst antizipiert. Das bekannte Verhaltensmuster „Buy on Bad News“ entwickelt sich. Genau in dieser Marktphase ist die von mir verfolgte P & F Technik sehr erfolgreich, da sie die wichtigen Kursbewegungen von dem unbedeutenden Rauschen der Indizes trennt. Gestern zeigten sich in den herkömmlichen Kerzencharts der US-Indizes potentielle Verkaufsmuster in Form von Überdeckungsmustern. Diese werden heute bestimmt viele Händler irritieren und Analysten lauten Alarm schlagen lassen, da ja im Gegensatz dazu der DAX sehr wichtige Widerstände pulverisiert hat und nun ohne Probleme bis etwa 6.900 Punkte laufen könnte.

Jedenfalls deuten die P & F Charts noch ganz eindeutig auf das Bullenlager und laden uns Investoren dazu ein, investiert zu bleiben bis die Charts wirklich ins Negative kippen. Ganz mach dem Motto zu handeln was man heute sieht, und nicht das, was sich bald ereignen könnte. Mit dieser Methode werden Sie natürlich nicht das absolute Hoch- oder Tief treffen, aber Sie haben ein Instrument um den größten Teil einer Kursbewegung zu handeln, ohne sich stündlich den Kopf zu zerbrechen. Dies ist ein riesiger Vorteil, den alle Investoren schätzen sollten, die sich noch um andere Dinge als die Börse kümmern wollen oder müssen.

Der wichtigste Grund für die Kurssteigerungen seit Ende Dezember ist meiner Meinung nach die immense Liquidität, die die Notenbanken an die Geschäftsbanken ausreichen. Der vergangene Tender und auch der zukünftige, der Mitte Februar abgewickelt wird, entfalten ihre Wirkung. Die Zinssätze der Staatsanleihen sinken und die Aktienkurse steigen. Die Käufer verhalten sich insofern rational, da die EZB den Zusammenbruch von Geschäftsbanken um jeden Preis verhindert und die von vielen einkalkulierten Zusammenbrüche von Banken nicht stattfinden werden. Falls Sie sich für Sektoranalysen und den wichtigen inneren Markt interessieren, beachten sie bitte auch meinen  kostenlosen Info-Brief.

Nächster Abschnitt: Der Bankensektor ist ausgebrochen


 

© 2012 boerse-online.de

Diesen Artikel bookmarken bei...

BlinkList del.icio.us Folkd Furl Google Linkarena Mister Wong oneview Webnews weblinkr Yahoo MyWeb YiGG


DAX 6.843,87

-64,31 Punkte/-0,93%
Chart
DAX Tops
  Kurse Diff%
79,10 +0,92%
53,35 +0,21%
48,72 +0,07%
80,66 +0,06%
DAX Flops
  Kurse Diff%
2,07 -3,27%
50,31 -2,93%
10,49 -2,56%
33,04 -2,41%
Wie sieht es mit Ihrem Aktien-Engagement aus?
 

Boerse Online DATA INTERAKTIVE
Ihre Stimmabgabe für das Leserinvestment der Ausgabe 11/2012

Finden Sie uns auf Facebook
Mehr Videos »