Buhl

Klaus Buhl Patt zwischen Bullen und Bären

[12:00, 16.12.11]

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Klaus Buhl

 Klaus Buhl

Klaus Buhl ist seit über 15 Jahren als Portfoliomanager und Analyst tätig und betreibt u.a. das Portal  libra-invest. Dort erhalten Sie praktische Hinweise über die sinnvolle Kombination von marktneutralen bzw. vermögensverwaltenden Strategien in Abhängigkeit vom jeweiligen Börsenzyklus. Ein kostenloser Newsletter informiert regelmäßig über neue Entwicklungen. „Ich verspreche Ihnen keinen schnellen Reichtum, aber konstante Performance und regelmäßige Erträge in jeder Marktphase. Aber vor allem: Keine Verluste mehr!”


Liebe Leserinnen und Leser,

Für diejenigen Beobachter, die nur die absolute Kursveränderung der führenden Indizes beobachten, war es eine ruhige Woche. Vielleicht liegt dies auch daran, dass zur Abwechslung mal niemand gerettet werden musste, und das der heutige Verfalltag an den Terminbörsen seinen langen Schatten weit voraus warf. Wer aber die Verschlechterung der relativen Stärke von bedeutenden Sektoren und wichtige gleitende Durchschnitte betrachtet, der erkennt, dass jetzt wichtige Weichen in den führenden Indizes gestellt werden. Während die notorischen Pessimisten und alle, die es immer schon gewusst haben, sich in der vergangenen Woche auf die Schultern klopfen konnten, gab es für die Bullen einige Enttäuschungen.

Obwohl längst alle negativen Fakten auf dem Tisch liegen und sich sogar für die US-Konjunktur ein Silberstreif am Horizont abzeichnet, lassen sich kaum Käufer aus der Reserve locken. Vom Standpunkt der Börsenpsychologie betrachtet habe ich dem Bullenlager mehr zugetraut und sogar eine Weihnachts-Rallye erwartet. Immerhin befinden wir uns in der saisonal besten Zeit für Aktien, die Notenbanken fluten die Märkte mit Liquidität, langsam deutet sich ein weltweiter Trend zu größerer Haushaltsdisziplin und Schuldenabbau an - aber das Vertrauen der Anleger ist minimal. Vielleicht liegt das auch am Sperrfeuer der Medien, die unablässig schlechte Nachrichten an Sie „verkaufen“, die aber im Wesentlichen keine neuen kursrelevanten Fakten mehr beinhalten. Die Politik hat die Börse nach wie vor fest im Griff. Da aber politische Börsen bekanntlich kurze Beine haben, würde eine plötzliche Kurserholung mich nicht verwundern. Vielleicht sogar genau jetzt, wo es täglich die vielzitierten Herabstufungen der Ratingagenturen hagelt, obwohl die verursachenden Probleme bereits seit zwei Jahren in den Zeitungen zu lesen sind.

Umso enttäuschender ist es also, dass sich keine deutliche Kurserholung einstellen will und sich sogar wichtige Indikatoren und gleitende Durchschnitte verschlechtern. Falls Sie sich für die Signale des inneren Marktes interessieren, beachten Sie meinen  kostenlosen Newsletter.

Nächster Abschnitt: DAX: Erholung bislang abgelehnt


 

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