Am Freitag wurde der neue US-Arbeitsmarktbericht veröffentlicht. Demnach sind im Februar 36.000 Stellen abgebaut worden. Zwar ist eine Beruhigung auf dem US-Arbeitsmarkt zu erkennen, aber noch immer werden trotz niedriger Zinsen und US-Konjunkturprogrammen Stellen abgebaut. Selbst nach der großen Erholungs-Rally der US-Indizes und den deutlichen Zeichen für eine Erholung der US-Wirtschaft scheinen die Unternehmen offenbar noch nicht bereit zu sein, in einem entsprechenden Umfang neue Arbeitnehmer einzustellen. Das folgende Diagramm zeigt zudem, wie extrem der aktuelle Arbeitsplatzabbau im Zuge der Immobilien- und Finanzkrise ausgefallen ist.

In den nächsten Monaten kann es zu einer Verbesserung der Datenlage kommen, da in den USA im April eine große Volkszählung durchgeführt wird. Für die Durchführung der Zählung werden hunderttausende Stellen geschaffen werden. Insgesamt soll diese Volkszählung zwischen 11 und 14 Mrd. Dollar kosten. Doch natürlich werden die Effekte auf dem Arbeitsmarkt nur kurzfristiger Natur sein, da diese Stellen nach der Volkszählung wieder wegfallen. Aus diesem Grund sind die Zahlen der nächsten Monate mit Vorsicht zu genießen.
Der Echo-Effekt
In dem vorherigen Diagramm ist allerdings noch etwas anderes zu erkennen: Nach einer starken Phase des Stellenabbaus folgt entweder noch eine zweite Phase, in der sich der Arbeitsmarkt schwächer zeigt, oder die gesamte Erholung zieht sich auf niedrigem Niveau noch über mehrere Jahre. Angesichts der Größe des aktuellen Stellenabbaus ist im weiteren Verlauf mit einem solchen Effekt zu rechnen.
Fundamentale Gründe geben Hinweise auf eine Echo-Abwärtswelle
Für eine solche Echo-Abwärtswelle sprechen auch fundamentale Überlegungen. Selbst wenn die US-Konjunkturprogramme und die Niedrigzinspolitik dazu führen, dass bald wieder neue Stellen in einem nachhaltigeren Umfang geschaffen werden, stellt sich die Frage was passiert, wenn diese Effekte nachlassen?
In der Geschichte der USA existiert dazu ein interessanter Vergleich: Der New Deal. Nach dem Börsencrash 1929 und in der folgenden Weltwirtschaftskrise hat Franklin D. Roosevelt 1933 den New Deal beschlossen. Ein Teil dieses New Deal waren umfangreiche Konjunkturprogramme. So wurden zum Beispiel 122.000 öffentliche Gebäude, eine Millionen Straßenkilometer, über 75.000 Brücken und 20 Staudämme (darunter auch der Hoover Staudamm) gebaut.
Als dann im Zuge dieser gigantischen Ausgaben die Staatsverschuldung auszuufern drohte, musste Roosevelt im Jahr 1937 die Konjunkturprogramme beenden. Und genau das führte zur sogenannten „Roosevelt-Depression“. Ab den Jahren 1940/41 ging die US-Wirtschaft dann im Zuge des 2. Weltkrieges in eine Kriegswirtschaft über, so dass leider nicht bekannt ist, wie sich die Situation unter normalen Bedingungen weiter entwickelt hätte.
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