Im Kampf gegen die Pleite Griechenlands ist nichts mehr sicher, nicht einmal mehr die Zeit, die noch bleibt. Auch in dieser Woche kamen die Gespräche über eine Rettung kaum voran, die Beteiligten blockieren einander. Worin liegen die unterschiedlichen Interessen begründet?
Während ein Sprecher der EU-Kommission am Montag erklärte, die Zeit für die griechische Regierung sei bereits abgelaufen - "Wir sind bereits hinter der Deadline" -, hieß es in Athener Regierungskreisen, es blieben noch einige Tage. Fest steht nur, dass die Hängepartie selbst krisenerprobten Spitzenpolitikern an den Nerven zehrt. Sie könne nicht verstehen, worin der Nutzen weiterer Verhandlungen liege, murrte am Montag Kanzlerin Angela Merkel sichtlich verärgert.
Der Ärger über zaudernde Griechen und halbherzige Reformzusagen mag von Herzen kommen. Aber so wie der öffentliche Frust ist auch die Hinhaltepolitik nichts als Taktik in diesem großen Poker-Spiel. Es geht um zig Milliarden Euro. Und so gehen seit Wochen Zugeständnisse und Forderungen, Drohungen und Verhandlungen munter durcheinander. Die FTD ordnet die wichtigsten Akteure und ihre Interessen.
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