Konjunkturmeldungen

Gold auf 28-Jahres-Hoch

[10:35, 01.10.07]


Die Immobilienkrise in den USA hält an und aus dem Bankenbereich kommen immer wieder negative Nachrichten. Vor diesem Hintergrund glänzt Gold zunehmend als sicherer Hafen für Anleger. Das Edelmetall ist so teuer wie zuletzt vor 28 Jahren.


 

An den Aktienmärkten sorgen derzeit schlechte Nachrichten aus dem Bankensektor – ausgelöst durch die Immobilienkrise in den USA- für Nervosität und schwankende Kurse. Befürchtungen, dass es zu Bankenschieflagen kommen könnte, haben offenbar viele Anleger veranlasst, in Gold zu investieren. Edelmetall-Experten sehen gute Chancen, dass der Preis für das gelbe Metall in den kommenden Monaten auf 850 Dollar steigt. So meint HSBC-Rohstoffanalyst James Steel: „Je länger die Kreditprobleme die Märkte dominieren, desto wahrscheinlicher ist, dass Anleger Gold als sicheren Hafen nachfragen.“

Hinzu kommt die derzeitige Schwäche des US-Dollars. In der Vergangenheit hat sich immer wieder gezeigt, dass der Goldpreis steigt, wenn die amerikanische Währung an Wert verliert. Auch der höhere Ölpreis wird als Ursache genannt: Durch das teure Öl werden die Energiepreise steigen – und folglich die Inflation zunehmen. Weil sich Anleger gegen Kaufkraftverluste absichern wollen, werden sie den klassischen Inflationsschutz Gold kaufen – so die These.

Unsere Interpretation: Ein Ende der Kreditkrise ist derzeit noch nicht zu sehen. Außerdem rechnen viele Analysen mit einer anhaltenden Schwäche des US-Dollars. Vor diesem Hintergrund dürfte der Aufwärtstrend bei Gold weiter anhalten. Wer vom Auftrieb des Edelmetalls profitieren will, kann dies auch mit Zertifikaten tun. Börse Online empfiehlt das Zertifikat der  Société Générale, das den Preis der Feinunze Gold abbildet (WKN: SG9F3Q). Das Papier ist währungsgesichert und kostet 2,85 % Gebühr pro Jahr. Kurs am 1. September 2007: 72,64 Euro



© 2007 boerse-online.de, © Illustration: dpa


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