"Die Investoren weltweit schätzen aus ihrer Sicht die Lage zu negativ ein", sagte Stark der Zeitung "Die Welt". Ende des Jahres könnte die Wirtschaft schrumpfen und zu Beginn des nächsten Jahres vielleicht stagnieren. Dies sei aber keine Rezession, sondern eine Wachstumsdelle.
Stark kritisierte die Stärkung des Internationalen Währungsfonds im Kampf gegen die Schuldenkrise scharf: "Europa gibt sich durch die Einbeziehung des IWF doch völlig internationalen Gremien und damit den Interessen preis, die dort vertreten werden." Der Kontinent müsse seine Probleme selber lösen, forderte Stark. Die IWF-Stärkung über die Notenbanken sei der Versuch, das Verbot der direkten Staatsfinanzierung durch die Zentralbanken in Europa zu umgehen.
Die Euro-Finanzminister hatten sich am Montag darauf verständigt, dem Internationalen Währungsfonds (IWF) durch bilaterale Kredite 150 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. Auch einige europäische Nicht-Euro-Staaten beteiligen sich, so dass insgesamt rund 175 Milliarden Euro zur Verfügung stehen. Der IWF soll damit in die Lage versetzt werden, angeschlagenen Euro-Staaten im Notfall besser unter die Arme greifen zu können.
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