Die Euro-Rettung kann für den Steuerzahler teuer werden. Die Bundesbank warnt: Eine stärkere Beteiligung des Währungsfonds könne das Ausfallrisiko deutscher Garantien erhöhen.
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Die Bundesbank warnt davor, dass ein größeres Engagement des Internationalen Währungsfonds (IWF) im Kampf gegen die
Euro-Krise die Verlustgefahr für die deutschen Rettungsmilliarden deutlich erhöht. "Die Risikostruktur der deutschen Garantieobergrenze von 211 Mrd. Euro verändert sich, falls der IWF in zusätzlichen Euro-Staaten Programme mit großen Volumen auflegt", hieß es am Donnerstag in Bundesbankkreisen.
Damit signalisiert die deutsche Notenbank Zweifel am jüngsten Gipfelbeschluss der Euro-Staaten, die Kasse des Währungsfonds durch 200 Mrd. Euro an frischen Geldern aufzufüllen. Die Bundesregierung erwartet von der Bundesbank, dass sie davon etwa 45 Mrd. Euro übernimmt. Die Europäer hoffen zudem, dass auch Staaten aus anderen Weltregionen mindestens 100 Mrd. Euro beisteuern.
Dahinter steht die Furcht, dass mit Italien und Spanien bald die dritt- und die viertgrößte Euro-Volkswirtschaft Notdarlehen brauchen. Für sie wollen die Europäer derzeit aus eigener Kraft nicht genug Geld bereitstellen.
In einem Brief an Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat Bundesbankpräsident Jens Weidmann schon am Tag des Gipfelbeschlusses ausführlich vor den Risiken dieser Strategie gewarnt. Im Kern sieht der Währungshüter die Gefahr, dass der sogenannte bevorrechtigte Gläubigerstatus des Fonds das Kreditrisiko der IWF-Finanzhilfen "eine Überwälzung" auf die "übrigen verbleibenden Gläubiger" nach sich zieht:
Da die Kredite des Währungsfonds nach international geltendem Standard immer zuerst zurückgezahlt werden müssen, könnten bei einer Euro-Staats-Pleite Darlehensgeber wie Deutschland oder der Euro-Rettungsfonds EFSF leer ausgehen oder zumindest einen Teil ihres Geldes nicht zurückbekommen.
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