Trotz Finanzkrise mit teilweise tumultartigen Reaktionen an den Börsen hat sich das GfK-Konsumklima im Oktober auf niedrigem Niveau stabilisiert. Dazu trägt laut der Gesellschaft für Konsumforschung (
GfK) vor allem eine leicht steigende Einkommenserwartung in Verbindung mit einer rückläufigen Sparneigung bei. Im Gegensatz dazu müssen die Konjunkturerwartung sowie die Anschaffungsneigung Einbußen hinnehmen.
Erwartet wurde beim GfK-Index ein Wert von 1,5 Punkten nach 1,8 im Vormonat. Der Indikator erreichte aber erneut 1,8 Zähler.
Auf die teilweise dramatischen Ereignisse an den internationalen Finanzmärkten haben die Verbraucher also vergleichsweise besonnen reagiert. Dies gilt insbesondere für ihre Einkommensaussichten. Sinkende Inflationsraten gefährden derzeit die Kaufkraft der Konsumenten offenbar weniger stark. Deshalb legte die Einkommenserwartung sogar etwas zu.
Dagegen haben laut
GfK die turbulenten Vorgänge an den Börsen die Rezessionsängste verstärkt und so mussten die Konjunkturerwartungen der Deutschen signifikante Einbußen hinnehmen. Die Anschaffungsneigung kann bislang von den zuletzt deutlich gesunkenen Energiepreisen nicht profitieren und geht moderat zurück.
Insgesamt haben sich die Rezessionsängste der Deutschen weiter verstärkt. Wesentlich dazu beigetragen haben die teilweise panikartigen Ereignisse an den internationalen Börsen, die das Vertrauen der Konsumenten in die weitere konjunkturelle Entwicklung erschüttert haben. Damit sind die Bundesbürger momentan im Einklang mit einer Reihe von Wirtschaftsexperten, die die deutsche Wirtschaft derzeit "Am Rande einer Rezession" sehen, wie der Titel des jüngst von den führenden Wirtschaftsforschungsinstituten veröffentlichten Herbstgutachtens lautet.
Vor allem deutlich sinkende Rohölpreise haben die Einkommensaussichten auch im Oktober gestützt. Bereits zum dritten Mal in Folge bewirkte der nachlassende Preisdruck eine positive Entwicklung.
Unsere Einschätzung: Der Klimaindex der
GfK überrascht zwar positiv, allerdings dürfte sich die erwartete weitere Konjunkturabschwächung in den kommenden Monaten auch bei den Verbrauchern bemerkbar machen. Das
GfK dürfte also in den nächsten Monaten ebenfalls schwächer tendieren.
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