Beim ersten Dollar-Tender der EZB nach der konzertierten Notenbank-Aktion der Vorwoche haben sich europäische Geldhäuser viel mehr US-Dollar geborgt als von Analysten erwartet. Das Volumen der Zuteilung lag mit mehr als 50 Mrd.
Dollar um ein Vielfaches über der durchschnittlichen Prognose von 10 Mrd. Dollar.
"Diese Vorhersagen waren viel zu niedrig angesetzt", sagte ein Disponent. Schließlich hätten sich die Konditionen für die Banken, sich mit Dollar einzudecken, stark verbessert. Ein anderer Börsianer sagte, auch für ihn sei der Ausgang der Auktion keine Überraschung. "Das Misstrauen der Banken untereinander ist immer noch hoch. Der Liquiditätstransfer funktioniert nicht."
Die großen Notenbanken der Welt hatten sich in der Vorwoche darauf verständigt, Kreditinstituten bis 2013 unbegrenzt Dollar zu Verfügung zu stellen und damit den Dollar-Notstand vor allem europäischer Banken zu lindern. Die Zinsen für Euro-Tagesgeld blieben am Mittwoch fast unverändert bei 0,60 bis 0,70 Prozent.
Empfehlen