130 Mrd. Euro sind bislang für ein zweites Griechenland-Hilfspaket eingeplant. Nach Einschätzung von EU-Kommissar Rehn reicht das nicht. Damit gerät die Europäische Zentralbank immer stärker unter Zugzwang.
Es scheint wie ein Fass ohne Boden: Die Geldnöte Griechenlands sind nach neuen Erkenntnissen der EU-Kommission noch größer als bislang angenommen. Obwohl Athen auf eine Entlastung durch einen Schuldenerlass seiner privaten Gläubiger hoffen kann, müsse auch die öffentliche Hand nachlegen, meint EU-Währungskommissar Olli Rehn.
Zu den öffentlichen Gläubigern Griechenlands zählt neben Euro-Staaten und Internationalem Währungsfonds (IWF) auch die Europäische Zentralbank (EZB). Sie hat zwar keine Kredite an das Land vergeben, aber griechische Schuldtitel am Markt aufgekauft. Nach IWF-Chefin Christine Lagarde deutete am Freitag auch Euro-Gruppenchef Jean-Claude Juncker an, die EZB sollte diese Anleihen abschreiben und Griechenland damit einen Teil seiner Schulden erlassen.
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