Die Verbraucherpreise in den USA sind von Januar bis Februar um 0,4 Prozent gestiegen, während der Markt ein Plus um 0,3 Prozent erwartet hatte. Auf Jahressicht ergibt sich ein Anstieg um 0,2 Prozent. Damit verteuerte sich die Lebenshaltung für die Amerikaner wieder leicht, nachdem das Preisniveau in den beiden Vormonaten konstant geblieben war.
Ohne Berücksichtigung der schwankungsanfälligen Energie- und Nahrungsmittelpreise – die Experten sprechen in diesem Zusammenhang von Kernrate – betrug der Anstieg von Januar bis Februar wie schon im Vormonat 0,2 Prozent. Die entsprechende Jahresrate stieg leicht auf 1,8 Prozent.
Die Energiepreise verteuerten sich auf Monatssicht um 3,3 Prozent, angeführt von den Benzinpreisen mit plus 8,3 Prozent. Allerdings ist Treibstoff damit immer noch 36 Prozent
billiger als im Februar 2008.
David Resler, Chefökonom bei Nomura Securities in New York meint zu den Zahlen: "Erhebliche Überkapazitäten und der feste Dollar werden die Kerninflation auch in den kommenden Monaten niedrig halten."
Unsere Einschätzung: Der Anstieg der Verbraucherpreise dürfte die Sorgen einiger führender Vertreter der US-Notenbank Fed etwas gedämpft haben, dass die USA in eine Deflation abgleiten. Dennoch dürften Fed-Chef Ben Bernanke und seine Kollegen heute abend (19.15 Uhr) verkünden, neue Maßnahmen zu ergreifen, um deflatorischen Entwicklungen entgegenzuwirken. Notenbank-Beobachter spekulieren darauf, dass die Währungshüter künftig Staatsanleihen ankaufen, um die langfristigen Zinsen zu drücken und der Wirtschaft neuen Schwung zu verleihen.
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