Unternehmensanleihen werden nach Einschätzung von Raiffeisen Capital Management 2010 nicht mehr an die außerordentliche Entwicklung des vergangenen Jahres wiederholen können. „2009 war ein extremes Jahr an den Anleihemärkten und ein sehr erfolgreiches, besonders für Unternehmensanleihen“, sagt Andreas Riegler, stellvertretender Chief Investment Officer für die Rentenmärkte bei der österreichischen Fondsgesellschaft. „Wir sehen jetzt eine Rückkehr zu normalen Bewertungsniveaus, aber bei sehr niedrigen Zinsen der Staatsanleihen.“
Rendite mit Risiko
Gute Ertragschancen sieht Riegler dagegen noch bei Papieren aus dem Finanzsektor. „Besonders bei nachrangigen Bankanleihen sind noch deutlich zu hohe Ausfallraten eingepreist“, meint der Rentenexperte. Diese Papiere bieten meist recht hohe Zinszahlungen, dafür weisen sie aber ein höheres Risiko aus. So sind sie im Insolvenzfall des Emittenten gegenüber anderen Anleihen und Verpflichtungen nachrangig, Gläubiger können also bei einer Pleite leer ausgehen. Bei einigen Papieren entfallen auch die Kuponzahlungen, wenn das ausgebende Institut Verluste einfährt.
Als ein Grund für die positiven Aussichten bei Bankanleihen nennt Riegler die geplante strengere Regulierung des Finanzsektors. „Die Banken müssen mehr Eigenkapital und besseres Eigenkapital vorweisen“, sagt Riegler. Diese sei aus Sicht der Bondinvestoren positiv zu bewerten.
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