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Nachbeben Spanien Hypernervöser Kapitalmarkt

[09:39, 26.05.10]

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Wegen der Schuldenkrise in Europa brechen Hochzinswährungen wie der australische Dollar ein. Die Liquidität im Devisenhandel ebbt ab. Korrelationen zwischen verschiedenen Anlageklassen erreichen abnormale Werte. Anleger fliehen aus dem Risiko.


Hypernervosität am Kapitalmarkt: Der australische Dollar fiel am Mittwoch von 82,78 Cent auf 82,42 US-Cent. Auf Monatssicht büßte der "Aussie" damit elf Prozent ein. Das ist das größte Minus seit Oktober 2008. Ebenfalls auf der Verkaufsliste steht der neuseeländische Dollar. Der "Kiwi" wurde bei 66,95 US-Cent gehandelt. Zuvor hatte er mit 65,61 US-Cent den tiefsten Stand seit dem 31. Juli 2009 erreicht. "Der Risikoappetit ist wegen der europäischen Schuldenkrise gedämpft", sagte Tsutomu Soma, Währungshändler bei Okasan Securities.

"Der Trend der Investoren, aus als risikoreich erachteten Anlagen herauszugehen, setzt sich fort, so dass der australische Doller weiter unter Druck steht", schrieben die Währungsstrategen der  Commerzbank in einem Researchbericht. "Die Skepsis der Anleger ist bereits so weit fortgeschritten, dass die Wahrscheinlichkeit von Zinssenkungen seitens der australischen Notenbank nun höher eingestuft wird als die weiterer Zinsanhebungen." Das ist beachtlich, da die Reserve Bank of Australia momentan als eine der ersten Zentralbanken weltweit überhaupt die Geldpolitik strafft.

Die Angst macht sich auch in den geringen Handelsumsätzen bemerkbar. Laut  Barclays Capital halbierte sich die Liquidität im Devisenhandel über den vergangenen Monat. Der Barcap FX Liquidity Index befinde sich auf dem Niveau von Dezember 2009. "Das ist ein Zeichen für Stress", sagte Yuki Sakasai, Analystin bei  Barclays Capital.

Die Spannungen in der Währungsunion lassen trotz eines 750 Mrd. Euro großen Rettungspaket der EU und des Internationalen Währungsfonds nicht nach. Jüngste Erschütterungen gehen von Spanien aus. Dort musste die Zentralbank die Sparkasse Cajasur stützen. Das schürte Ängste vor mehreren Zusammenbrüchen im spanischen Sparkassensektor und Refinanzierungsprobleme für die Banken allgemein.


 

© 2010 ftd

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