Mein BÖRSE ONLINE
Benutzername
  
Passwort
   
Passwort vergessen   neu hier


Märkte

Marktbericht Katerstimmung am Feiertag

[08:30, 03.10.08]

Seite 1 | 2

Über Sinn und Unsinn, auch an Feiertagen die Börsenpforte zu öffnen lässt sich vortrefflich streiten. Am Tag der Deutschen Einheit kann es auf dem Parkett noch einmal richtig turbulent werden.


Die Frage, ob die Politiker im US-Repräsentantenhaus das milliardenschwere Rettungspaket absegnen oder nicht, bringt die Börsianer derzeit um den Schlaf. Auch am Donnerstag zeigte sich keine eindeutige Tendenz für eine Mehrheit in der Kammer ab. Im Gegenteil, es kamen sogar warnende Töne: Die demokratische Sprecherin in der Parlamentskammer, Nancy Pelosi, fürchtet eine übereilte Abstimmung, die erneut in einem Debakel enden könnte. Ihrer Meinung nach dürfte das Paket "nur zur Abstimmung gestellt werden, wenn wir die notwendigen Stimmen haben". Besonders in den republikanischen Reihen gibt es weiterhin erhebliche Vorbehalte gegen die finanzielle Unterstützung.

Auch den Händlern auf dem Parkett sind die letzten Tage anzumerken. „Ich wette auf gar nichts, weil ich nicht weiß, was das Repräsentantenhaus tun wird. Wenn dieser Gesetzentwurf dort nicht durchgeht, ist das Spiel aus“, sagte Paul Mendelsohn von Windham Finanical Services.

Neben der mit Spannung erwarteten Entscheidung werden zudem neue Konjunkturdaten wie die US-Arbeitsmarktdaten für September und der ISM-Index für Bewegung sorgen. Kurz vor dem Wochenende sind somit noch einmal gute Nerven an der Börse gefragt.

DAX ®
Intraday3 Monate6 Monate1 Jahr3 Jahre
WKN
846900
Stand
5.476,91
Veränd. z. Vortag
-0,14 %

DAX im Fokus:

Der DAX wird eine halbe Stunde vor Handelseröffnung rund 15 Punkte über dem Niveau des gestrigen Schlussstandes bei 5660 Zählern gehandelt. Eine ausführliche Technische Analyse des DAX finden Sie unter  Große Schwankungen erwartet.

Finanzwerte rücken erneut in den Vordergrund. Gestern überraschte die  UBS noch mit der Meldung, dass nach vorläufigen Schätzungen für das abgeschlossene dritte Quartal ein „kleiner Gewinn“ erzielt wird. Für die Mitarbeiter sind die Aussichten dennoch schlecht. Im Investmentbereich sollen 2000 Arbeitsplätze gestrichen werden. Mit den vorangegangenen Stellenstreichungen sinkt die Zahl der Mitarbeiter damit bis zum Jahresende insgesamt um 6.000 auf 17.000. „Die anhaltende Finanzmarktkrise und die dramatisch veränderten Wettbewerbsbedingungen machen eine Neuausrichtung unseres Geschäfts erforderlich“, teilte Vorstandschef Jerker Johansson mit. Vorbörslich legen die Aktien um fünf Prozent zu.

Gute Nachrichten für die  Deutsche Telekom. Die EU-Kommission hat die Anteilsaufstockung von 22 auf 25 Prozent plus eine Stimme am griechischen Telekom-Konzern OTE genehmigt. Im Mai hatten die Bonner für 20 Prozent an OTE 2,5 Milliarden Euro auf den Tisch gelegt.

Blick auf die Nebenwerte:

Premiere rutscht wahrscheinlich im laufenden Jahr tief in die Minuszone. Nach Angaben des Pay-TV-Senders ist für das Gesamtjahr 2008 mit einem Verlust beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen in Höhe von 40 bis 70 Millionen Euro zu rechnen. Erste Gespräche mit Banken über die Restrukturierung von Kreditvereinbarungen laufen bereits. Finanzvorstand Alexander Teschner räumte zudem seinen Stuhl.

Börsen in Übersee:

Schwache Konjunkturdaten und die Sorge vor einem erneuten Scheitern des Rettungsplanes ließen gestern die Kurse an der Wall Street kräftig absacken. Der Dow Jones schloss um 3,2 Prozent tiefer auf 10.482 Stellen, für den Nasdaq Composite ging es um 4,5 Prozent auf 1976 Punkte in den Keller. Auch der Ölpreis setzte wegen Sorgen vor einer weltweiten Konjunkturabschwächung seine Talfahrt fort. Aktuell wechselt das Barrel für rund 93 US-Dollar den Besitzer.

Kräftig Federn ließen besonders Aktien von Industriekonzernen, die von einer Rezession verstärkt betroffen wären. Papiere von  General Electric übernahmen mit einem Minus von knapp zehn Prozent die rote Laterne im Dow Jones. Der Einstieg von Star-Investor Warren Buffett mit drei Milliarden US-Dollar sorgte somit nur kurz für ein Strohfeuer. Zu den wenigen Gewinnern zählten lediglich die Aktien von  JP Morgan, Kraft Foods und  Procter & Gamble.

Ausverkauf herrschte auch bei den Technologiewerten. Intel-Aktien verloren mehr als sieben, Ebay-Papiere mehr als acht Prozent.

Minuszeichen dominierten an den Handelsplätzen in Fernost. Der Nikkei verlor am Morgen um 1,94 Prozent auf 10.938 Punkte.


 

© 2008 boerse-online.de

Diesen Artikel bookmarken bei...

BlinkList del.icio.us Folkd Furl Google Linkarena Mister Wong oneview Tausendreporter Webnews weblinkr Yahoo MyWeb YiGG

 


Trendcheck
Welcher Staat geht zuerst pleite?
 
Kalender
HV-Termine

Anzeige
Video


Alle Videos
Trendcheck
Welcher Staat geht zuerst pleite?
 
Kalender
HV-Termine

Anzeige
Video

Alle Videos