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Bertrandt-Aktie: Warum der Autozulieferer von "Dieselgate" profitieren kann

Bertrandt-Aktie: Warum der Autozulieferer von

WKN: 523280 ISIN: DE0005232805 Bertrandt AG

101,13 EUR
1,73 EUR 1,74 %
06.12.2016 - 13:05
27.11.2015 12:18:00

Die Abgasaffäre bei Volkswagen hinterlässt auch Spuren bei der Aktie von Bertrandt. Seit dem Jahreshoch bei 138 Euro hat der Kurs rund ein Fünftel verloren. Doch der Entwicklungsdienstleister mit Schwerpunkt Automobilbranche könnte am Ende von "Dieselgate" sogar profitieren. Analysten sind überzeugt, dass der Trend zum Outsourcing für mehr Wachstum bei Betrandt sorgt. Anleger können mit einem Call darauf setzen. Von Petra Maier

Bertrandt bietet Ingenieurdienstleistungen für die fertigende Industrie an. Die Spanne reicht dabei vom Festigkeitstest eines einfachen Türgriffs bis hin zur Entwicklung eines komplett neuen Fahrzeugs. Die Automobilbranche ist mit 90 Prozent Umsatzanteil der größte Kunde. Die restlichen zehn Prozent verteilen sich je zur Hälfte auf die Luftfahrt und die fertigende Industrie. Das Geschäftsmodell ist im Kern krisenresistent, weil die Geschäftsergebnisse anders wie klassischen Autozulieferern nicht von der produzierten Stückzahl abhängt, sondern von den Budgets der Kunden abhängen. Dieser Punkt sorgte zuletzt für Aufmerksamkeit. Der VW-Konzern überprüft nämlich derzeit alle seine Investitionen. Die könnte auch zu einer Kürzung der Budgets für Forschung und Entwicklung führen. Ob Volkswagen aber gerade bei den Neuentwicklungen sparen will. Und wenn, ob die Einsparungen dann gerade bei einem Unternehmen erfolgen, an dem VW über seine Tochter Porsche AG maßgeblich beteiligt ist?

Denkbar wäre es auch, dass gerade das Gegenteil eintritt. Schon in naher Zukunft werden strengere Emissions- und Sicherheitsstandards gelten, die auch strenger kontrolliert werden. Deshalb werden die Autobauer Forschung und Entwicklung weiter ausbauen müssen, um den künftigen Anforderungen gerecht zu werden. Das kann den Trend, die Forschung und Entwicklung spezialisierten Unternehmen zu überlassen, verstärken. Die Outsourcing-Quote der Automobilbranche könnte von aktuell rund 40 Prozent auf 50 Prozent steigen. Für die Experten der DZ Bank ist das der Wachstumstreiber für Bertrandt. Ihr fairer Wert für die Aktie liegt bei 130 Euro.

Auch charttechnisch steht die Ampel wieder auf grün. Die Abwärtskorrektur fand ihren Boden bei der Marke von rund 100 Euro. Die jüngste Aufwärtsbewegung deutet darauf hin, dass die Bullen wieder am Ruder sind. Solange es zu keinem erneuten Rückschlag unter die Marke von 98 Euro kommt, ist aus technischer Sicht der Aufwärtstrend intakt.

Mutige Anleger gehen mit dem klassischen Call auf der Long-Seite. Erreicht die Bertrandt-Aktie in den kommenden sechs Monaten das Kursziel der DZ Bank von 130 Euro, legt der Call um 80 Prozent zu.

Stand 26. Nov 14,44 Uhr

Basiswert Bertrandt

Produkt Klassischer Call

WKN DG7N3U

Emittent DZ Bank

Laufzeit 16.12.2016

Basispreis 90,00 Euro

Omega 3,5

Kurs des Calls 2,43 €

Aufgeld 3,6 %

Innerer Wert 1,96

Break even 113,55 €

Spread 0,10 €

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Bildquelle: Bertrandt AG

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