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Commerzbank-Aktie: Zwischen Milliardengewinn und 97 Prozent Verlust

Commerzbank-Aktie: Zwischen Milliardengewinn und 97 Prozent Verlust

WKN: CBK100 ISIN: DE000CBK1001 Commerzbank

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09.12.2016 - 18:59

DAX

18.03.2016 07:26:00

Kaum eine Aktie bietet so extreme Kennzahlen wie die Commerzbank: 97 Prozent Miese seit dem Rekordhoch, ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,4 bei einem KGV von acht und einer Dividendenrendite von 2,4 Prozent. Wie können Anleger von dieser Ausgangslage profitieren? Von Franz-Georg Wenner

Knapp acht Jahre war Martin Blessing an der Spitze der Commerzbank, im Mai räumt er seinen Platz für den bisherigen Privatkunden-Vorstand Martin Zielke. Auf den neuen Chef wartet viel Arbeit, die jüngsten Erfolge stimmen aber zuversichtlich. Trotz des Niedrigzinsumfelds und den Turbulenzen an den Finanzmärkten ab dem Spätsommer vergangenen Jahres vervierfachte Deutschlands zweitgrößte Bank ihren Gewinn auf gut 1,06 Mrd. Euro. Basis des Erfolgs ist die starke Entwicklung des Privatkundengeschäfts. Der Bereich ist nun hinter dem Firmenkundengeschäft zum zweitgrößten Gewinnlieferanten aufgestiegen. Schneller als erwartet baute die Bank auch ihren Bestand in der hauseigenen Bad Bank ab, der von 160 Mrd. Euro in 2012 auf zuletzt gut 60 Mrd. Euro schrumpfte. Die Sorgen wegen der zahlreichen faulen Kredite gehören somit der Vergangenheit an, zudem überzeugt das Kapitalpolster. Mit einer harten Kernkapitalquote von zwölf Prozent erfüllt die Bank bereits jetzt die erst für 2019 von der EZB ausgegebenen Vorgaben.

Soweit, so gut. Blessings Nachfolger wird sich nun vor allem mit den Themen Effizienz und Eigenkapitalrendite beschäftigen. Im vergangenen Jahr mussten für jeden Euro Ertrag 72 Cent aufgewendet werden, die Zielmarke der sogenannten Cost-Income-Ratio liegt aber bei 60 Prozent. Die hohen Ausgaben infolge der teuren Regulierungsvorschriften bieten aber kaum Spielraum zum Sparen. Auch die avisierte Nettorendite von mehr als zehn Prozent bis Ende 2016 bleibt vorerst außer Reichweite. Die anhaltend niedrigen Zinsen belasten auch weiterhin die Margen im Firmenkundengeschäft, hier schlägt die Geldpolitik der EZB voll durch. Zudem können die Einlagen der Bank kaum verzinst angelegt werden.

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Bildquelle: Commerzbank AG, Franz-Georg Wenner
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