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Aktien New York: Rutschender Ölpreis drückt Wall Street klar ins Minus

NEW YORK (dpa-AFX) - Die New Yorker Börsen haben ihren Erholungsversuch am Montag wieder abgebrochen. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial (Dow Jones) gab seine Startgewinne schnell ab und rutschte klar ins Minus mit zuletzt 0,67 Prozent auf 16 237,70 Punkte. Händler verwiesen auf den erneuten Schwächeanfall beim Ölpreis, der den Abwärtstrend im Rohstoffsektor untermauere. Hinzu kämen die erneuten, kräftigen Verluste an den chinesischen Aktienmärkten.

Für den marktbreiten S&P-500-Index (S&P 500) ging es zum Wochenstart um 1,07 Prozent auf 1901,51 Punkte runter. Der Nasdaq-100-Index (NASDAQ 100) verlor 1,22 Prozent auf 4218,49 Punkte.

Der Dow-Jones-Index hatte vergangene Woche bereits 6,19 Prozent verloren angesichts der Sorgen um die Wirtschafts- und Börsenentwicklung in China. Nach diesem historisch schwachen Jahresstart bleibe die Stimmung weiterhin sehr angespannt, sagte Experte Jens Klatt vom Analysedienst DailyFX. Das Marktbarometer könnte aus seiner Sicht nun erst einmal die 16 000-Punkte-Marke anstreben. Nach der Zinswende in den USA gebe es größere Umschichtungen der Investoren. Ausgehend vom aggressiven Fremdkapitaleinsatz an der Wall Street durch das billige Notenbankgeld in den vergangenen Jahren könnten die Optimisten noch längere Zeit mit dem Rücken zur Wand stehen, fürchtet Klatt.

Die größten Verlierer im Dow-Index waren DuPont mit einem Minus von 3,45 Prozent und die Papiere von Caterpillar, die sich sogar um 3,62 Prozent verbilligten. Auch Ölwerte gerieten zunehmend unter Druck. Chevron-Papiere verloren 2,48 Prozent.

Außerhalb des Leitindex fielen die Titel von Alcoa um 1,98 Prozent. Der Aluminiumkonzern wird nachbörslich seiner Tradition gemäß als erster großer US-Konzern seine Jahresbilanz vorlegen. Der Bericht gilt als richtungsweisend, da Aluminium in vielen Branchen eingesetzt wird.

Im Wochenverlauf werden zudem auch die zwei Großbanken JPMorgan und Citigroup ihre Quartalsbilanzen vorlegen. Insgesamt rechnen Analysten laut der Nachrichtenagentur Bloomberg damit, dass die Gewinne der S&P-500-Mitglieder im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um durchschnittlich 6,7 Prozent fallen dürften. JPMorgan-Titel rückten zudem wegen einer Studie von Goldman Sachs in den Blick: Analyst Richard Ramsden senkte sein Anlageurteil auf "Neutral" und das Kursziel von 75 auf 69 US-Dollar. Die Bank habe zwar im abgelaufenen Jahr ihre Kostenbasis und Bilanz optimiert, die Bewertung der Aktie spiegele aber die Stärke des Kerngeschäfts angemessen wider. Das Papier verlor 1,29 Prozent.

Technologiewerte hielten sich dagegen an der Dow-Spitze. Allen voran verteuerten sich die Aktien des Netzwerkspezialisten Cisco Systems um 1,01 Prozent. Die Papiere des Börsenschwergewichts Apple legten um 0,80 Prozent zu. Dabei hatte Analystin Sherri Scribner von der Deutschen Bank wegen verschlechterter Verkaufsaussichten für das iPhone ihr Kursziel für die Aktie des Konzerns gesenkt. Das Papier sei aber auf seinem gegenwärtigen Kursniveau fair bewertet und daher rate sie weiter, Apple-Anteile zu halten.

Die Aktien von Baxalta konnten ihre vorbörslich üppigen Kursgewinne nicht halten. Sie rutschten zuletzt um 2,62 Prozent ab. Dabei will der britisch-irische Konkurrent Shire den US-Pharmakonzern für rund 32 Milliarden Dollar übernehmen. Das Management beider Konzerne stimmte einem Zusammenschluss zu./fat/men

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