Aktien New York: Schwacher Ölpreis schickt Börsen weiter steil auf Talfahrt

Aktien New York: Schwacher Ölpreis schickt Börsen weiter steil auf Talfahrt

Dow Jones

20.01.2016 19:39:40

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Ölpreis hat die Aktienmärkte fest im Griff: Die Talfahrt des "schwarzen Goldes" sorgte am Mittwoch auch an der Wall Street für einen weiteren kräftigen Kursrutsch und drückte den marktbreiten S&P-500-Index (S&P 500) auf den tiefsten Stand seit Februar 2014. Zuvor war es bereits an den Börsen in Asien und Europa steil abwärts gegangen, denn der schwache Ölpreis leistete einmal mehr den Sorgen um die globale Weltwirtschaft Vorschub. Den aktuellen Konjunkturdaten aus den USA wurde nur mäßig Beachtung geschenkt.

Rund zwei Stunden vor dem US-Handelsschluss büßte der Leitindex Dow Jones Industrial (Dow Jones) 2,96 Prozent auf 15 541,91 Punkte ein. Damit näherte er sich noch etwas stärker seinem Tief vom August 2015 bei 15 370 Punkten an.

S&P 500 FÄLLT ZEITWEISE BIS AUF 1812 PUNKTE

Der S&P 500, der zeitweise bis auf rund 1812 Punkte gefallen war, stand zuletzt mit 2,86 Prozent im Minus bei 1827,58 Punkten. Der Technologie-Auswahlindex NASDAQ 100 gab um 2,48 Prozent auf 4044,33 Punkte nach. Der WTI-Ölpreis hatte im Handelsverlauf nicht nur die Marke von 28 US-Dollar je Barrel unterschritten, sondern schließlich auch die 27-Dollar-Marke gerissen. Zuletzt wurde das Öl der US-Sorte für 26,26 Dollar gehandelt.

Dass in den USA die Inflationsrate im Dezember etwas schwächer als erwartet gestiegen war, hatte Börsianern zufolge keinen großen Einfluss. "Der zugrunde liegende Trend ist nach oben gerichtet und das Niveau nicht allzu weit vom Zwei-Prozent-Ziel der US-Notenbank entfernt", kommentierte etwa Volkswirt Harm Bandholz von der UniCredit in New York.

IBM ENTTÄUSCHT ANLEGER UND ANALYSTEN

Die Aktien von IBM fielen mit minus 5,71 Prozent als einer der schwächsten Werte an das Dow-Ende, nachdem der Computerkonzern mit seinen Gewinnerwartungen für 2016 Anleger und Analysten enttäuscht hatte. Mehr als 5 Prozent verloren im Dow zudem die Anteilsscheine von Cisco Systems, während die des Ölkonzerns Chevron mit minus 6,83 Prozent das Schlusslicht bildeten. Am besten hielten sich die Papiere des Pharmaunternehmens Pfizer mit minus 0,72 Prozent.

An den Reigen der Quartalsberichte aus dem Bankensektor knüpfte das Finanzinstitut Goldman Sachs an, dessen Aktien im US-Leitindex um 2,60 Prozent nachgaben. Zeitweise hatten die Anteilsscheine nach dem etwas besser als befürchtet ausgefallenen Quartalsbericht zugelegt, doch die negative Marktstimmung bremste letztlich auch Goldman Sachs aus.

LINEAR TECHNOLOGY ÜBERRASCHT POSITIV

Im Technologiesektor konnte Linear Technology, ein Anbieter integrierter Schaltungen, mit einem guten Ausblick überraschen. Die Aktien erholten sich im Handelsverlauf und legten um 2,50 Prozent. Die Papiere des Chipherstellers Advanced Micro Devices (AMD) (AMD) büßten hingegen nach Zahlen 10 Prozent ein und die des Streaming-Dienstes Netflix rund 6 Prozent.

Der LED-Hersteller Cree hingegen überraschte sehr positiv mit seinem Quartalsbericht und dem Ausblick, was die Aktien um knapp 6 Prozent nach oben beförderte./ck/stb

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