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Aktien New York: Zinssorgen drücken Wall Street leicht ins Minus

24.03.2016 19:10:40

NEW YORK (dpa-AFX) - Anhaltende Sorgen vor baldigen Zinsanhebungen haben die Wall Street am Donnerstag etwas belastet. In den vergangenen Tagen hatten sich einige Zentralbanker für eine zeitnahe Fortsetzung der Zinswende ausgesprochen. Ein Händler verwies zudem auf die vorangegangene, wochenlange Erholungsrally - nun bekämen die Anleger kalte Füße.

Der Leitindex Dow Jones Industrial (Dow Jones) gab um 0,35 Prozent auf 17 440,51 Punkte nach. An der Wall Street wird - anders als an etlichen europäischen Aktienmärkten - bereits wieder am Ostermontag gehandelt.

Der marktbreite S&P-500-Index (S&P 500) verlor am Donnerstag 0,41 Prozent auf 2028,36 Punkte, und der Technologiewerte-Index NASDAQ 100 gab um 0,31 Prozent auf 4388,83 Zähler nach.

Zumindest sollten die jüngsten US-Konjunkturdaten die Zinsangst nicht weiter schüren, schrieb Volkswirt Ulrich Wortberg von der Landesbank Helaba. Allerdings gäben sie auch keinen Grund zu optimistischen Konjunkturerwartungen.

Die US-Unternehmen hatten im Februar deutlich weniger Aufträge für langlebige Güter erhalten als im Vormonat. Der Rücksetzer folgt auf einen deutlichen Anstieg im Januar, der allerdings um 0,5 Punkte auf 4,2 Prozent nach unten revidiert wurde. Derweil fiel die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe etwas geringer aus als erwartet.

Die Aktien vieler Rohstoffkonzerne machten anfängliche Verluste wett, nachdem sich die Ölpreise wieder etwas erholt hatten. Bei ExxonMobil (Exxon Mobil) kam die Meldung dazu, dass der Familienfonds der US-Öldynastie Rockefeller seine Anteile wegen "moralisch verwerflicher" Geschäftspraktiken des Konzerns loswerden will. Die Titel legten um 0,16 Prozent zu, nachdem sie zuvor noch knapp 1 Prozent verloren hatten.

Mit Unternehmensnachrichten stand Yahoo im Fokus. Die New Yorker Finanzfirma Starboard verschärfte die Konfrontation mit der Führung des Internet-Konzerns. Starboard forderte in einem offenen Brief die komplette Neubesetzung des Verwaltungsrates. Dem aktuellen Gremium mangele es unter anderem an Führung und Durchblick, kritisierte Starboard. Für die Papiere ging es um 0,37 Prozent nach unten.

Unter den Favoriten im S&P 500 zogen die Papiere von Staples um mehr als 6 Prozent an. Ein Bundesrichter hatte die Bedenken der Kartellwächter bezüglich der Fusion mit dem Wettbewerber Office Depot kritisiert. Dessen Anteilsscheine kletterten um knapp 10 Prozent nach oben.

Spitzenreiter im Index aber waren die Aktien von PVH, die um mehr als 8 Prozent in die Höhe schnellten. Der Textilkonzern, zu dem die Marken Calvin Klein und Tommy Hilfiger gehören, hatte mit seinem Quartalsgewinn positiv überrascht./la/stw

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