08.03.2016 18:44:40

Aktien Osteuropa Schluss: Gewinne in Budapest und Prag - Warschau im Minus


BUDAPEST/WARSCHAU/PRAG/MOSKAU (dpa-AFX) - Osteuropas wichtigste Aktienmärkte haben sich am Dienstag überwiegend gegen das schwache internationale Umfeld gestemmt. Lediglich in Warschau ging es mit den Kursen nach unten. Die Moskauer Börse war wegen eines Feiertages geschlossen.

Der ungarische Leitindex BUX stieg um 1,38 Prozent auf 25 255,40 Punkte. Damit setzte die Budapester Börse ihre jüngste Gewinnserie weiter fort.

Stützend wirkten die niedrigen ungarischen Konsumentenpreise. Laut der Statistikbehörde KSH waren die Preise im Februar um nur 0,3 Prozent gestiegen nach 0,9 Prozent im Januar. Experten hatten mit einer Erhöhung um 0,4 Prozent gerechnet. Anleger hoffen nun auf weitere geldpolitische Lockerung durch die ungarische Notenbank NBH, um die drohende Deflation abzuwenden. Ungarische Außenhandelsdaten enttäuschten dagegen.

Unter den Einzelwerten zogen die schwergewichteten Titel der OTP Bank (Orságos Takar És Ker BK ON) um 3,41 Prozent auf 6602 Forint an. Die Papiere der FHB Land Credit & Mortgage Bank dagegen fielen um 1,05 Prozent auf 757 Forint.

Der tschechische Leitindex PX legte um 0,51 Prozent auf 892,56 Punkte zu. Gute Arbeitsmarktzahlen und die Erholung der Elektrizitätspreise stützten die Kurse. So rückten die schwergewichteten Aktien des Versorgers CEZ (CEZ AS) um 0,26 Prozent auf 385,6 Kronen vor. "Die Elektrizitätspreise setzten ihre Erholung fort. Nachdem sie am Montag noch um 2 Prozent zugelegt hatten, stiegen sie heute um weitere 0,5 Prozent," sagte ein tschechischer Finanzmarktanalyst.

Auch Finanzwerte schlossen höher. Für die Papiere von Komercni Banka etwa ging es um 0,22 Prozent auf 4970 Kronen nach oben.

Die tschechische Arbeitslosigkeit war im Februar auf 6,3 Prozent gefallen. Damit waren 461 254 Personen auf Jobsuche, während 114 826 offene Stellen gemeldet wurden, der höchste Wert seit Oktober 2008. Im Januar hatte die Quote noch bei 6,4 Prozent gelegen und im Februar des Vorjahres bei 7,5 Prozent.

Zudem hatte die tschechische Notenbank (CNB) weiter versucht, den Wechselkurs der Kronen gering zu halten. Im Januar wurden an den Devisenmärkten 58 Milliarden Kronen investiert, um den Kurs der Krone zu drücken, geht aus den jüngsten Zahlen der CNB hervor.

Der Warschauer Wig-30 hingegen büßte 0,98 Prozent auf 2100,29 Punkte ein. Der breiter gefasste Wig-Index (WIG) gab um 0,66 Prozent auf 46 534,99 Zähler nach.

Die weiterhin hohe Arbeitslosigkeit in Polen drückte auf die Stimmung. Im Februar lag die Arbeitslosenquote unverändert bei 10,3 Prozent.

Im Wig-30 fielen die Aktien von PKN ORLEN um 2,81 Prozent auf 64 Zloty. Die Papiere von KGHM Polska Miedz (KGHM Polska Miedź) sackten in einem international sehr schwachen Branchenumfeld um 4,90 Prozent auf 73 Zloty ab. Zuvor hatten chinesische Außenhandelsdaten enttäuscht, was erneut Sorgen vor einem Abschwung der Weltwirtschaft geweckt hatte.

Die Papiere von Tauron stiegen derweil um 2,28 Prozent auf 2,69 Zloty. Am morgigen Mittwoch wird der Energiekonzern seine endgültigen Zahlen für das vierte Quartal vorlegen./nuk/APA/la/das

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