Aktien Wien Schluss: ATX schließt wieder in der Verlustzone

Aktien Wien Schluss: ATX schließt wieder in der Verlustzone
13.01.2016 18:10:40

WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat den Handel am Mittwoch in der Verlustzone beendet. Nachdem er gestern noch seinen zweiten Gewinntag im neuen Jahr verzeichnen konnte, fiel der ATX zur Wochenmitte wieder um 0,57 Prozent auf 2204,05 Punkte. Von einem starken Handelsstart blieb zur Wochenmitte am Ende europaweit nicht viel übrig.

In der Früh konnten noch besser als erwartet ausgefallene Außenhandelsdaten aus China sowie Kursgewinne bei Rohöl die Kurse in die Höhe treiben. Im Zuge einer schwachen Wall-Street-Eröffnung, eines steigenden Euro sowie eines wieder sinkenden Brent-Ölpreises schmolzen die Gewinne jedoch am Nachmittag deutlich zusammen. An den meisten Börsen Europas blieb ein moderates Plus stehen, der deutsche Dax sowie der ATX drehten sogar in den roten Bereich ab.

Trotz der wieder zurückgekommenen Ölpreise setzten sich Schoeller-Bleckmann mit plus 3,24 Prozent auf 44,60 Euro an die Spitze der Kurstafel. OMV schlossen mit einem kleinen Zuschlag von 0,11 Prozent auf 23,16 Euro.

Raiffeisen (Raiffeisen Bank International) -Titel, die sich im Tagesverlauf noch zwischenzeitlich an die ATX-Spitze setzen konnten, fielen bis Handelsschluss um 0,08 Prozent auf 12,57 Euro. Die Bank will schon länger aus dem China-Geschäft aussteigen. 2,4 Milliarden Euro Kreditrisiko hatte die Raiffeisen Bank International (RBI) per Ende September 2015 in China, aktuell weniger. Sollte sich China zu einer echten Krise auswachsen, könnte es bei 450 Millionen Euro an Firmenkrediten zu Ausfällen kommen.

Die Aktien des Konkurrenten Erste Group (Erste Group Bank) büßten 1,50 Prozent auf 26,66 Euro ein. Aber auch die Kursverluste bei Immofinanz (minus 1,57 Prozent auf 1,82 Euro) und Wienerberger (minus 4,11 Prozent auf 14,83 Euro) sorgten für Druck auf den ATX.

In der Früh legte die Agrana ihre Neunmonatsergebnisse vor. Aufgrund niedriger Zuckerpreise hat der Zucker-, Stärke- und Fruchtkonzern weniger Gewinn gemacht. Das Konzernergebnis sank von 81,2 auf 70,8 Millionen Euro. Der Konzernumsatz lag nahezu unverändert bei 1,908 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis sank auf 108,8 (124,4) Millionen Euro. Die Aktien schlossen um 0,85 Prozent höher bei 89,20 Euro./bel/ste/APA/jha

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