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Allianz-Aktie tiefer - Versicherer stemmt sich gegen den "perfekten Sturm"

Allianz-Aktie tiefer - Versicherer stemmt sich gegen den

DAX

19.02.2016 14:55:00

Die Allianz hat mit ihren Zahlen am Freitag für Unmut unter den Anlegern gesorgt. Die Aktien verloren bis zu vier Prozent und bildeten damit das Schlusslicht im Dax. Das operative Ergebnis stieg 2015 zwar um drei Prozent auf 10,7 Milliarden Euro. Damit blieb der Konzern jedoch hinter seinem selbst gesteckten Maximalziel von bis zu 10,8 Milliarden Euro zurück. Die Dividende soll auf 7,30 von 6,85 Euro je Aktie steigen - viele Analysten hatten im Mittel mit 7,40 Euro gerechnet.

Die Widrigkeiten an den Finanzmärkten und die weltweiten Krisen machen die Allianz vorsichtig. Vorstandschef Oliver Bäte stellte am Freitag in München für das laufende Jahr einen operativen Gewinn von zehn bis elf Milliarden Euro in Aussicht. Nur unter günstigen Umständen würde Europas größter Versicherer damit sein operatives Ergebnis von 10,7 Milliarden Euro aus dem vergangenen Jahr wiederholen. Niedrigzinsen, die Talfahrt an den Aktienmärkten und die politischen Unsicherheiten bildeten einen "perfekten Sturm", dem der Münchener Versicherer trotzen wolle. "Die Probleme sind weder in der Politik noch in der Wirtschaft gelöst", sagte Bäte.

"Wir wollen in dem schwierigen Umfeld unser Pulver trocken halten", begründete der Manager die für viele Analysten enttäuschende Dividende. Die Allianz schüttet für 2015 mit 7,30 Euro je Aktie 45 Cent mehr aus als im Jahr zuvor. Experten hatten im Schnitt aber mehr erwartet. Das ließ die Aktie des Dax-Unternehmens ins Minus rutschen. Solche Schwankungen störten ihn wenig, machte Bäte deutlich. "Zu kurzfristig zu denken, ist der größte Fehler, den man machen kann."

Bäte hatte nach seinem Amtsantritt versprochen, regelmäßig das Geld auszuschütten, das der Versicherungsriese nicht für Zukäufe brauche. Bei seiner ersten Bilanzpressekonferenz als Allianz-Chef machte er aber deutlich, dass er stärker als sein Vorgänger Michael Diekmann auf Übernahmen setzt. Die Chancen seien gestiegen, dass sich in den nächsten zwei Jahren etwas ergebe, vor allem in der Sachversicherung. "Wir sind überzeugt, dass sich erhebliche Wachstumschancen bieten", sagte Bäte. Er wolle "zuschlagen können, wenn der eine oder andere wackelt".

Auf Wachstum aus eigener Kraft allein könne sich die Allianz nicht mehr verlassen. "In den letzten zehn Jahren wurde es immer schwieriger, in dieser Industrie zu wachsen." Dabei gehe es aber nicht um Mega-Übernahmen. "Wir wollen keine Riesen-Akquisitionen machen", sagte Bäte. Diese schafften meistens keinen Wert.

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Bildquelle: Michaela Rehle/Reuters
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