Anleger wagen sich in Aktienmärkte zurück - G20 im Blick

Anleger wagen sich in Aktienmärkte zurück - G20 im Blick
25.02.2016 17:56:53

Frankfurt (Reuters) - Nach den Kursverlusten der vergangenen Tage haben die europäischen Börsen am Donnerstag etwas Boden gutgemacht.

Der Dax stieg am späten Vormittag um 0,8 Prozent auf 9239 Punkte, der EuroStoxx50 legte um rund ein Prozent zu. Börsianer sprachen von einer technischen Reaktion auf die Verluste der vergangenen beiden Tage, die sich auf mehr als 3,5 Prozent summieren. "Die Stimmung bleibt angeschlagen, die Anleger sind sehr nervös", sagte ein Händler. Ein deutlicher Einbruch der chinesischen Börsen habe viele daran erinnert, dass die Aussichten für die Weltkonjunktur im Moment eher mal nicht so gut seien. Der Reigen von Bilanzen großer Konzerne lenke die Anleger nur ein wenig ab.

Der Zickzack-Kurs der Ölpreise sorge zusätzlich für Unsicherheit. Ein plötzlicher Anstieg der Preise im späten Handel hatte am Mittwochabend die US-Börsen ins Plus gehievt, nachdem sie zuvor noch über ein Prozent im Minus gelegen hatten. Auch in Tokio waren die Kurse am Donnerstag gestiegen.

Nordseeöl der Sorte Brent schwankte zwischen 34,62 und 33,53 Dollar je Barrel (159 Liter) - einem Plus von 0,6 und einem Minus von 2,6 Prozent zum Mittwochabend. Viele Börsianer fürchten nach dem Preisverfall von über 70 Prozent seit Sommer 2014 einen Dominoeffekt für die Weltwirtschaft. Denn bankrotte Ölfirmen könnten auch Banken mit in die Tiefe reißen.

BAYER ENTTÄUSCHT ANLEGER MIT PROGNOSE

Im Dax standen Bayer trotz eines Rekordergebnisses und einer Dividendenerhöhung mit einem Abschlag von zwei Prozent ganz unten. Den Anlegern missfiel unter anderem ein vorsichtige Ausblick. Auch Henkel konnten mit ihrer höheren Ausschüttung bei den Anlegern nicht landen. Die Titel fielen um 1,7 Prozent. Der Konsumgüterkonzern enttäuschte die Anleger mit dem Ausblick auf ein geringeres organisches Umsatzwachstum für das laufende Jahr.

Die Aktien der Deutschen Telekom fanden nur schwer eine Richtung: Einerseits enttäuschten die Bonner mit ihrem Ausblick, andererseits fiel die Erhöhung der Dividende großzügiger als gedacht aus. Die Titel fielen nach einer freundlichen Eröffnung um bis zu 1,8 Prozent und pendelten sich dann um ihren Mittwochsschluss ein.

Lange Gesichter gab es bei auch bei Dürr. Der Maschinenbauer und Autozulieferer erfüllte die Erwartungen nicht. Die Aktien rutschten um zwölf Prozent ab und damit an das MDax-Ende. Gute Stimmung dagegen bei den Aktionären der ebenfalls unter den Nebenwerten gelisteten Aareal: Die Immobilienbank erhöhte nach einem Rekordgewinn die Dividende und trieb damit die Aktien um mehr als zwölf Prozent ins Plus.

Einer der Top-Favoriten im Dax waren nach eine Kaufempfehlung der US-Bank JP Morgan die Papiere der Deutschen Post mit einem Plus von 3,5 Prozent. Im Londoner Handel stachen Lloyds nach einem Gewinnplus hervor: Die Aktien der britischen Großbank schossen um neun Prozent in die Höhe. Auch der Allianz-Rivale Axa konnte mit seiner Bilanz bei den Anlegern punkten: Die Titel der Franzosen stiegen um rund zwei Prozent.

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