17.01.2016 12:06:51

Paris (Reuters) - Die Lagerung von Atommüll wird für den französischen Stromversorger EDF und den angeschlagenen Kraftwerksbauer Areva teurer.

Nachdem die Regierung ihre Kostenschätzung angehoben hatte, stockten die beiden Konzerne am Freitag ihre Rückstellungen um insgesamt gut eine Milliarde Euro auf. Bei EDF seien es nun 800 Millionen Euro mehr, die das Nettoergebnis des vergangenen Jahres mit rund 500 Millionen belasten würden. Bei Areva seien es 250 Millionen zusätzlich. Die Regierung hatte ihre Schätzung für das Atmmülllager-Projekt Cigeo kürzlich auf 25 Milliarden Euro erhöht. Die Behörde für radioaktiven Abfall, Andra, bezifferte die Kosten auf 20 bis 30 Milliarden Euro. Die beiden staatlich kontrollierten Unternehmen haben mit 20,8 Milliarden kalkuliert.

EDF betreibt 58 Atomkraftanlagen in Frankreich und produziert den Großteil des radioaktiven Mülls in dem Land. Auf Drängen der Regierung hin kommt EDF dem Areva-Konzern zu Hilfe, der seit Jahren Verluste schreibt. Ihm macht zu schaffen, dass seit der Atomkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011 weniger Kernkraftwerke gebaut werden. EDF will nun einen Mehrheitsanteil an Arevas Reaktor-Sparte übernehmen.

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