GAZPROM PJSC Aktie [WKN: 766162 / ISIN: RU0007661625]

02.03.2016 07:24:00

Chemie

BASF-Aktie nach den Zahlen: Kaufen, Halten oder Verkaufen?


Der Chemiekonzern BASF meldet einen starken Gewinnrückgang und erhöht dennoch die Dividende. Bei Investoren kam das gut an. Trotz eines verhalten Ausblicks für 2016 setzt sich die Aktie an die DAX-Spitze. Was Anleger jetzt tun sollten. Von Sabine Gusbeth



Der Chemiekonzern BASF leidet unter dem starken Preisverfall bei Rohstoffen, insbesondere dem wichtigen Grundstoff Öl. Aus diesem Grund prognostizierte das Unternehmen auch für 2016 einen Rückgang des Vorsteuerergebnisses (EBIT) von bis zu zehn Prozent. Konzernchef Kurt Bock warnte jedoch bereits: Sollte der Ölpreis jedoch auf 30 Dollar pro Barrel oder noch tiefer sinken, werde es für BASF "außerordentlich schwierig" die fehlenden Erträge aus dem Öl- und Gasgeschäft durch höhere Margen und Erträge aus dem Chemiegeschäft zu kompensieren.

Bislang hatte Bock stets betont, dass ein niedrigerer Ölpreis zwar das Öl- und Gasgeschäft belaste, jedoch zu höheren Erträgen im Chemiegeschäft führe. Der höhere Ergebnisbeitrag aus den übrigen Segmenten habe "nicht ausgereicht um den Absturz in Öl & Gas zu kompensieren", musste Bock eingestehen. Der Ölpreis sei zu stark und schnell zurückgegangen. Aus diesem Grund hielten sich viele Kunden mit Bestellungen zurück, weil sie noch niedrigere Preise erwarten.

Der Umsatz sank 2015 um mehr als fünf Prozent auf 70,4 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis vor Steuern (EBIT) ging um 18 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro zurück. Der Nachsteuergewinn brach um fast 23 Prozent auf knapp vier Milliarden Euro ein. Das ist das schlechteste Ergebnis seit dem Krisenjahr 2009. Die Meldung über den Rückgang kam jedoch nicht überraschend. BASF hatte bereits Ende Januar angekündigt, dass die operativen Ergebnisziele nicht erreicht werden.

Ein wichtiger Grund für den Umsatzrückgang war der Anteilstausch mit dem russischen Staatsmonopolisten Gazprom im September 2015. Dabei hatte BASF sein Gashandels- und Speichergeschäft an den russischen Partner übertragen und im Gegenzug Anteile an Öl- und Gasförderung in Russland erhalten. Im vierten Quartal fehlten den Ludwigshafenern allein deshalb drei Milliarden Euro Umsatz im Öl- und Gas-Geschäft. Daneben sank auch der Umsatz im Chemiegeschäft zweistellig.

Der Umsatzrückgang in Öl- und Gas drückte auch auf das Ergebnis. Doch auch im klassischen Chemiegeschäft (Chemicals) sowie in den Segmenten Spezialchemie (Performance Products) und Pflanzenschutz (Agricultural Solutions) war das Ergebnis rückläufig. Lediglich im umsatzstärksten Bereich Functional Solutions (Produkte für Automobil-, Chemie- und Bauindustrie) konnte BASF das operative Vorsteuerergebnis um fast 40 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro steigern.

Auf Seite 2: Vorsichtiger Ausblick, Empfehlung der Redaktion



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Bildquelle: Pressestelle BASF

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