PHARMA

Bayer-Aktie, Roche und Co: Das richtige Renditerezept

Bayer-Aktie, Roche und Co: Das richtige Renditerezept
15.03.2016 07:32:00

Schlankere Konzernstrukturen, fokussierte Forschung und mehr Kooperationen. Die Unternehmen haben auf die Gewinnkrise reagiert. BÖRSE ONLINE stellt fünf Kaufkandidaten vor. Von Stefan Riedel

Noch wächst das operative Geschäft moderat. Für den nächsten Ertragsschub stehen aber neue Arzneien mit Milliardenpotenzial bereit. Der Schweizer Pharmakonzern Roche sieht sich für den nächsten Gewinnschub gerüstet, um die ab 2017 drohenden Patentabläufe mehr als kompensieren zu können.

Acht Medikamente sollen in den nächsten drei Jahren die Zulassung schaffen. Darunter ein Krebsmittel, bei dem die körpereigene Immunabwehr gegen Tumorzellen aktiviert wird, und ein Heilmittel gegen Multiple Sklerose, das gegen den schubförmigen wie auch den stetigen Krankheitsverlauf eingesetzt werden kann. An der Börse kommt die Erfolgsstory an. Während die Aktienkurse von Konkurrenten seit vergangenen Sommer um bis zu 30 Prozent an Wert verloren haben, halten sich die Verluste bei Roche in Grenzen.

Branche im Umbruch



Als Reaktion auf die Umsatzeinbrüche durch Patentabläufe und den Preisdruck durch Einsparungen in den Gesundheitssystemen hat sich die gesamte Industrie neu positioniert. Die meisten Pharmagiganten stellten ihre Konzernstrukturen auf den Prüfstand. Novartis etwa hat seine Tiermedizin- und Impfstoffsparte veräußert. Im Gegenzug übernahm der Schweizer Konzern die Krebsforschung von GlaxoSmithKline und brachte zugleich in ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem britischen Wettbewerber sein Geschäft mit rezeptfreien Arzneien ein. Auch Bayer mischt bei den frei verkäuflichen Arzneien nach der Übernahme dieser Sparte vom US-Konzern Merck & Co. an vorderster Front mit. Abbvie steht vor dem Abschluss einer Kooperation in der Krebsforschung mit dem zweitgrößten deutschen Pharmakonzern Boehringer Ingelheim.

Weil es schwierig ist, in Massenmärkten wie Tabletten gegen Bluthochdruck oder Sodbrennen neue Produkte mit besserem medizinischen Nutzen zugelassen zu bekommen, haben die meisten Pharmakonzerne lukrativere Nischenmärkte im Blick. "Neuer Fokus sind Produktfelder mit mehr Preissetzungsmacht", meint Kai Brüning, Portfoliomanager bei Apo Asset. "Das bedeutet auch Heilmittel für spezifische Patientengruppen in einzelnen Krankheiten mit einem besseren Wirkprofil. Dementsprechend höher kann der Preis für eine solche Behandlung angesetzt werden."

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