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Blue Chips mit Prädikat: Die besten Dax-Aktien fürs Depot

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WKN: 840400 ISIN: DE0008404005 Allianz

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23.10.2017 - 17:59
10.10.2017 04:40:00

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ThyssenKrupp (WKN: 750000)



Unter den 30 DAX-Werten steht bei Jefferies ThyssenKrupp ebenfalls hoch im Kurs. Zumindest dann, wenn man als Maßstab für die Wertschätzung das Kurspotenzial heranzieht. Denn das Kursziel für den Stahl- und Technologiekonzern bewegt sich bei 40,00 Euro und lässt somit dem Kurs rund 66 Prozent Luft nach oben.

Wie bei Linde gibt es auch bei ThyssenKrupp derzeit vor allem ein Thema, das die Nachrichtenlage rund um das Unternehmen prägt. Gemeint ist damit der Plan, sich gemeinsam mit Tata Steel zur Nummer zwei auf dem europäischen Stahlmarkt zu verbinden. Zur Umsetzung dieser Idee unterzeichneten die beiden Partner im September eine Grundsatzvereinbarung über den Zusammenschluss der europäischen Stahlaktivitäten in einem 50/50-Joint Venture.

Eine Vertragsunterzeichnung streben die Verantwortlichen bis Anfang 2018 und den Vollzug bis Ende 2018 an. Das neue Unternehmen würde einen Pro-forma-Umsatz von etwa 15 Mrd € erzielen und etwa 48.000 Mitarbeiter an aktuell 34 Standorten beschäftigen. An Synergien sollen pro Jahr 400 bis 600 Millionen Euro herausspringen.

Ansonsten hat die Gesellschaft kürzlich eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Das Grundkapital wurde dabei durch die Ausgabe von knapp 56,6 Millionen neuer Aktien um zehn Prozent erhöht. Die Emission brachte einen Bruttoerlös von rund 1,375 Milliarden Euro. Eigenen Angaben zufolge will sich ThyssenKrupp mit der Kapitalerhöhung den finanziellen Handlungsspielraum schaffen, um das organische Wachstum seiner Industriegütergeschäfte zu unterstützen und gleichzeitig notwendige Restrukturierungsinitiativen schneller voranzutreiben.

Jefferies-Analyst Seth Rosenfeld war von der Kapitalmaßnahme nicht allzu angetan, weil er das frische Kapital für nicht unbedingt zwingend erforderlich hält. Doch immerhin seien damit die anhaltenden Diskussion über die Option eines solchen Schritts vom Tisch und damit ein Unsicherheitsfaktor aus dem Weg geräumt. Die Einigung auf eine Fusion der europäischen Stahlgeschäfte mit Tata Steel stuft er dagegen als positiven Kurstreiber an, weil das seine These stütze, dass das Investitionsgütergeschäft von ThyssenKrupp eine deutliche Aufwertung in Richtung 40,00 Euro je Aktie verdiene. Mit einem Abschluss der Fusion der Stahlaktivitäten rechnet er wie das Unternehmen bis Ende 2018.

Nachdem die Bilanz mit Hilfe des frisch aufgenommenen Kapitals aufgehübscht worden sei, ist aus seiner Sicht jetzt eine Neubewertung des Titels überfällig. Verglichen mit anderen Kapitalgüter-Hersteller weise die Bewertung auf Basis des Unternehmenswertes zum EBITDA mit dem 7,2-fachen für 2018 jedenfalls gegenüber dem Sektorschnitt von 11,7 einen Abschlag aus.

Charttechnik





Wie das für ein zyklisches Unternehmen leider oft üblich ist, kommt auch der Chart von ThyssenKrupp mit einem volatilen Auf und Ab daher. Das heißt, Ein klarer Trend hat sich in den vergangenen beiden Jahrzehnten nicht herausgebildet. Seit Februar 2006 befindet sich die Notiz aber im Aufwind, wobei sich in den vergangenen Monaten allerdings eine Konsolidierung breit gemacht hat. Diese wäre erst bei einem Sprung über das Jahreshoch von 26,83 Euro als beendet zu betrachten.

Profil



Thyssenkrupp ist ein diversifizierter Industriekonzern mit traditionell hoher Werkstoffkompetenz und einem wachsenden Anteil an Industriegüter- und Dienstleistungsgeschäften. Über 156.000 Mitarbeiter arbeiten in knapp 80 Ländern an hochwertigen Produkten sowie industriellen Verfahren und Dienstleistungen für nachhaltigen Fortschritt. thyssenkrupp erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015/2016 einen Umsatz von rund 39 Milliarden Euro.

Die Geschäftsaktivitäten sind in sechs Einheiten gebündelt: Components Technology, Elevator Technology, Industrial Solutions, Materials Services, Steel Europe und Steel Americas. Die Business Areas untergliedern sich in Business Units und Operating Units. 471 Tochterunternehmen sowie 25 Beteiligungen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, werden in den Konzernabschluss einbezogen - dabei konsolidieren wir Gesellschaften aus 78 Ländern.

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Bildquelle: The Linde Group, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE

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