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Börse Frankfurt-News: Blick auf die Fed (Wochenausblick)

FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - 14. März 2016. Mit dem Treffen der US-Notenbanker steht eine weitere Woche im Zeichen der Zentralbanken an. Börsianer zeigen sich zuversichtlich.

Während die Landtagswahlen und der Erfolg der AfD die politischen Schlagzeilen beherrschen, sind es an den Kapitalmärkten einmal mehr die Notenbanken. Nachdem die EZB vergangene Woche mit der überraschend deutlichen Ausweitung der Geldpolitik für eine Achterbahnfahrt an den Börsen gesorgt hatte, richtet sich diese Woche der Blick gen US-Notenbank.

"Knackpunkt für den weiteren Verlauf der Aktienkurse wird die FOMC-Sitzung am Mittwoch sein", kommentiert Chris-Oliver Schickentanz von der Commerzbank. Schiebe die US-Notenbank eine weitere Zinserhöhung - wie erwartet - in die Zukunft, könne sich die Kurserholung fortsetzen. "Es dürfte aber schwer werden, die nächsten Widerstandslinien zu überwinden." Zudem werde die Volatilität weiter hoch bleiben.

In den USA hat die Börse die kräftigen Verluste in den ersten Wochen dieses Jahres mittlerweile fast wieder wettgemacht, der Dow Jones erreichte am Freitag den höchsten Schlusskurs dieses Jahres. Der DAX, der nach der EZB-Entscheidung vom Donnerstag erst kräftig zugelegt, dann verloren hatte und zum Wochenschluss wieder auf 9.831 Punkte geklettert war, notiert am Montagmorgen erstmals wieder über 10.000 Punkte, nämlich bei 10.009 Punkten 1,8 Prozent im Plus.

Zweifel an Geldpolitik

"Die EZB hat geliefert - und doch enttäuscht", kommentiert Claudia Windt von der Helaba. Obwohl die Notenbanker die Geldpolitik stärker gelockert hätten als erwartet, hätten diese Maßnahmen nicht ausgereicht, um die Börsianer in Kauflaune zu versetzen. Die Aussage von EZB-Präsident Draghi, dass keine weiteren Zinssenkungen folgen werden, habe den Marktteilnehmern die Grenzen der Geldpolitik vor Augen geführt. Manchmal sei weniger eben mehr. "Für sich genommen bedeutet die Tatsache, dass die EZB die Märkte in den kommenden Monaten mit noch mehr Liquidität versorgt, steigende Kurse am Renten- wie auch am Aktienmarkt", erläutert Schickentanz. Doch auch das Unbehagen über die Nullzinspolitik wachse, die Fragen nach der Wirksamkeit würden immer häufiger gestellt.

Robert Halver von der Baader Bank verweist darüber hinaus auf die Flüchtlingsfrage. "Auf dem EU-Gipfel am 17. und 18. März wird eine Lösung in der Flüchtlingsfrage Europas mit einer dramatisch zunehmenden Abhängigkeit von der Türkei sehr teuer bezahlt werden." Solange es Europa nicht aus eigener Kraft schaffe, die Probleme zu lösen, lasse sich die "Eurosklerose" nicht heilen, dem Brexit könne nicht entgegengewirkt werden. "Dann bleibt Europa als systemisches Risiko auch für die Aktienmärkte erhalten."

Meiste DAX-Titel unter 200-Tage-Linie

Charttechniker Dirk Oppermann von der DZ Bank weist darauf hin, dass sich der DAX trotz des positiven Wochenabschlusses zum wiederholten Male nicht mit einem dynamischen Überwinden des Widerstands um 9.900 Punkte aus der seit acht Handelstagen laufenden Konsolidierung habe befreien können. "Erst wenn es gelingt, das wichtige Reaktionshoch von Ende Januar nachhaltig zu durchbrechen, ergäbe sich noch einmal ein weiteres Anschlusspotenzial bis zum Widerstand aus dem Jahr 2014 um 10.060 Punkte."

Laut Christian Schmidt von der Helaba hatte sich am Donnerstag das kurzfristige Chartbild mit dem Rutsch unter wichtige Marken eingetrübt, durch den am Freitag folgenden Kursanstieg seien die negativen Zeichen aber abgemildert und die Durchbrüche nicht bestätigt worden. "Bemerkenswert ist vor allem, dass die obere Begrenzung des Regressionskanals, das Retracement bei 9.751 sowie die 55er-Multi-Average-Line wieder überwunden wurden."

Nun müsse die Widerstandsmarke von 9.905 Zählern im Auge behalten werden. Weitere wichtige Marken fänden sich bei 9.930, 9.999 und 10.064 Punkten. "Doch noch immer notieren 66 Prozent der DAX-Titel unter der 200-Tage-Linie, immerhin 50 Prozent weisen einen negativen Mittelfristtrend auf", ergänzt Schmidt. Dow Jones und der S&P 500 hätten hingegen erstmals in diesem Jahr oberhalb dieses wichtigen Durchschnitts geschlossen.

Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten

Dienstag, 15. März

13.30 Uhr. USA: Einzelhandelsumsätze Februar. Für die Umsätze erwartet die Commerzbank zwar unter dem Strich einen Rückgang um 0,1 Prozent gegenüber dem Januar, das Minus gehe aber ausschließlich auf den erneuten Einbruch des Benzinpreises zurück, der den Umsatz der Tankstellen gedrückt habe. Ohne Benzin seien die Umsätze gestiegen.

Mittwoch, 16. März

13.30 Uhr. USA: Verbraucherpreise Februar. Die Inflationsrate der US-Konsumentenpreise ist im Februar nach Ansicht der DekaBank nach vier Anstiegen in Folge wieder zurückgegangen. Verantwortlich hierfür seien einmal mehr die Energiepreise. Bei der Entwicklung ohne Lebensmittel und Energie habe es im Januar einen überraschend starken Preisanstieg gegenüber dem Vormonat gegeben, nun sei die Chance auf eine Normalisierung hoch. Prognostiziert werden für die Kerninflationsrate 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

14.15 Uhr. USA: Industrieproduktion Februar. Die US-Industrie hat der Commerzbank zufolge weiterhin mit Gegenwind zu kämpfen, die Analysten erwarten einen leichten Rückgang der Produktion um 0,2 Prozent. Die Flaute in der Industrie setze sich damit fort, von einem Einbruch könne aber keine Rede sein.

19.00 Uhr. USA: Federal Reserve Bank Zinsentscheidung. Die Helaba hatte im Februar ihre Fed-Prognose für 2016 geändert, statt mit vier Zinserhöhungen rechnet sie im laufenden Jahr nur noch mit drei - und einem "Aussetzer" auf der Sitzung im März. Die Analysten würden eine Zinserhöhung durchaus für gerechtfertigt halten, sie sei zwar nicht ausgeschlossen, aber wenig wahrscheinlich.

Donnerstag, 17. März

13.00 Uhr. Großbritannien: Zinsentscheid Bank of England. Die DekaBank weist darauf hin, dass am britischen Arbeitsmarkt fast Vollbeschäftigung herrscht, doch das Lohnwachstum ziehe langsamer an als erwartet. Zudem werde die Bank of England jetzt auch das britische Referendum über die EU-Mitgliedschaft am 23. Juni abwarten wollen. Die DekaBank erwartet, dass die Briten für den Verbleib in der EU stimmen werden. Für diesen Fall rechnet sie mit einer Leitzinswende im ersten Quartal 2017.

Von: Anna-Maria Borse

© 14. März 2016, Deutsche Börse AG

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

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