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Börse Frankfurt-News: Noch keine Entwarnung (Wochenausblick)

11.01.2016 11:01:40

FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - 11. Januar 2016. Sorgen um China, Ölpreisverfall, Saudi-Arabien-/Iran-Konflikt: Die Börse hat derzeit einiges zu verarbeiten. Entspannung ist nach Ansicht der meisten Analysten noch nicht angesagt.

Nach dem turbulenten Jahresauftakt mit einem Wochenverlust des DAX von über 8 Prozent sieht es auch für die zweite Handelswoche nicht unbedingt gut aus.

"Die Diskussionen um die chinesische Wirtschaft halten ebenso an wie die über die geopolitischen Ereignisse", kommentiert Christoph Geyer von der Commerzbank. Viele weitere Themen seien dabei an der Börse noch nicht verarbeitet. "Die technische Stimmung bleibt daher angespannt."

Auch die US-Börsen hatten am Freitag nachgegeben, am heutigen Montag gab es in Shanghai und Shenzhen abermals Verluste. Der DAX notiert am Montagmorgen bei 9.830 nach 9.849 Punkten am Freitagabend nahezu unverändert.

Längerfristig Erholung "Der Kurseinbruch in der ersten Börsenwoche könnte durchaus nachwirken, denn der DAX erreichte im Durchschnittsverlauf aller Jahre, in denen er Ende Januar noch im Minus lag, erst Anfang Juni wieder positives Terrain", erklärt die LBBW. Auf längere Sicht werde sich das fundamentale Bild aber voraussichtlich durchsetzen. "Da wir das angemessene Niveau bis Ende 2016 bei etwa 11.800 Punkten erwarten, erscheint uns der deutsche Bluechip-Index nach wie vor attraktiv."

Auf Euro-Profiteure setzen

"Der Börsencrash in China und die damit verbundenen Sorgen um das globale Wirtschaftswachstum führen dazu, dass die Bewertungsniveaus vieler deutscher Unternehmen weiter zurückgehen", bemerkt Markus Wallner von der Commerzbank. Er rät daher, bei der Aktienauswahl umso mehr auf die Ertragsstärke des Unternehmens zu achten. "Wir bevorzugen weiterhin Unternehmen, die ein relativ niedriges Kurs-Buchwert-Verhältnis im Vergleich zu ihrem langfristigen Durchschnitt besitzen und ein stärkeres Ertragswachstum als der Gesamtmarkt aufweisen." Dies seien insbesondere Adressen, die vom niedrigen Euro profitieren und/oder hohe Absatzanteile in den USA besäßen, etwa SAP oder MTU Aero Engines. "Zudem sollte die nachhaltige Dividendenstärke weiter eine große Rolle spielen", ergänzt der Analyst und nennt als Beispiele die RTL Group, Allianz, und Munich Re.

Technisches Bild schwierig

Christian Schmidt, technischer Analyst bei der Helaba, weist darauf hin, dass die DAX-Kursabschläge am Freitag abermals von überdurchschnittlich hohen Umsätzen begleitet wurden. "Dies und der Fakt, dass der Rutsch unter sehr wichtige Chartmarken auf Schlusskursbasis bestätigt wurde, zeigt, dass ein Test der vergangenen Swing Lows bei 9.338 und 9.325 Punkten wohl lediglich eine Frage der Zeit sein wird." Ein Swing Low liegt vor, wenn der tiefste Stand in einem bestimmten Zeitraum erreicht wird.

Schmidt vertieft, dass sämtliche Trendfolger über alle Zeitfenster hinweg ein negatives Bild aufwiesen, einzig die etwas überverkaufte Situation böte Raum für temporäre Zwischenerholungen. Sollten die Unterstützungspunkte per Saldo nicht verteidigt werden können, fänden sich die nächsten Kursziele, hergeleitet über Fibonacci-Expansionen, bei 8.755, 8.273 sowie 8.024 Zählern.

Dirk Oppermann von der DZ Bank spricht von einer "dynamisch intakten Abwärtsbewegung". Unter charttechnischen Gesichtspunkten ergäben sich mit dem nachhaltigen Durchbruch unter den Widerstand um 10.120 Punkte fortgesetzte Anschlussrisiken, die bis in den Bereich um 9.550 reichten. "Spekulative antizyklische Zukäufe besitzen somit erst auf diesem Niveau ein günstigeres Chance/Risiko-Profil."

Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten

Montag, 11. Januar

USA: Heute beginnt die US-Berichtssaison über das Schlussquartal 2015. Wie immer gibt der Aluminiumkonzern Alcoa den Startschuss.

Donnerstag, 14. Januar

10.00 Uhr. Deutschland: BIP 2015. Nach Ansicht von HSBC Trinkaus & Burkhardt ist die deutsche Wirtschaft 2015 um 1,5 Prozent gewachsen nach 1,6 Prozent 2014. Die Analysten sehen die Investitionszurückhaltung der deutschen Unternehmen, Folge der geopolitischen Unsicherheit und des stockenden globalen Handels, als wesentlichen Hinderungsfaktor. Die leichte Abwärtstendenz der BIP-Dynamik werde sich im neuen Jahr wohl nicht umkehren.

13.00 Uhr. Großbritannien: Zinsentscheid der Bank of England. Die gemischten Dezember-Daten dürften die Bank of England (BoE) in ihrer noch abwartenden Haltung bezüglich der Leitzinswende bestätigen, meint die DekaBank. Zwar sei die Arbeitslosenquote weiter gefallen und die Kerninflation leicht angestiegen, gleichzeitig habe aber das Lohnwachstum etwas nachgelassen und die Wachstumsdynamik abgenommen. Die BoE werde daher aktuell noch nichts unternehmen, die Analysten erwarten eine Zinsanhebung im zweiten Quartal.

Freitag, 15. Januar

14.30 Uhr. USA: Einzelhandelsumsätze Dezember. Laut DekaBank sind die US-Einzelhandelsumsätze gegenüber dem Vormonat leicht geschrumpft. Der Rückgang gehe auf schwächere Autoverkäufe sowie leicht gesunkene Benzinpreise zurück.

Samstag,16. Januar

Börsentag Dresden. Messe mit Vorträgen von 9.30 bis 17.30 Uhr.

von Anna-Maria Borse, Deutsche Börse AG

© 11. Januar 2016

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

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