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Börse Frankfurt-News: Warten auf neue Impulse (ETFs)

29.03.2016 17:55:39

FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - 29. März 2016. Anleger verabschieden sich von ETFs mit Aktien der Industrienationen. Nach der Rally am chinesischen Markt stehen Gewinnmitnahmen im Vordergrund.

Der deutsche Aktienindex gönnte sich rund um die Feiertage eine Verschnaufpause. Nachdem der DAX in der Vorosterwoche mehrfach an den technischen Widerständen um 10.075 Zählern scheiterte, setzten am Gründonnerstag verstärkt Verkäufe ein. Das macht sich laut ETF-Spezialisten im Handel bemerkbar. "Bei ruhigem Fahrwasser rückten bei unseren Kunden die Abgaben stärker in den Vordergrund", meldet Marco Salaorno von der Société Générale. Nachdem der Rückenwind für die Börsen vonseiten der Zentralbanken abgeflaut sei, fehlten derzeit die Impulse.

Auch Andreas Bartels von der Commerzbank berichtet von einem feiertagsbedingt verhaltenen Handel. "Mit knapp 20.000 liegt die Anzahl der ETF-Trades deutlich unter unserem Durchschnitt." Angesichts 56 Prozent Verkäufe überwögen über alle Anlageklassen hinweg die Abflüsse.

Vertrauen in Aktien der Industrieländer schwindet

Ein Großteil der Verkäufe verbucht Bartels auf das Konto der Aktien-ETFs. Sowohl Euro Stoxx 50- (WKN 593395, ETF050) als auch DAX-Tracker (WKN 593393, DBX1DA, ETF001, ETFL01, ETFL06) seien in Summe aus den Depots raus gekommen. Anleger trennten sich zudem per Saldo vom iShares Stoxx Europe Mid 200 (WKN 593399). Der zugrunde liegende Index besteht aus den nach Marktkapitalisierung mittleren 200 Unternehmen des Stoxx Europe 600 Index. "Dieser gehört bei uns nicht oft zu den meist gehandelten ETFs."

In Salaornos Büchern stehen DAX-Bluechips und Euro Stoxx 50-ETFs (WKN A0X9QJ) unterm Strich ebenfalls zur Disposition. Midcaps des breiter gefassten Stoxx Europe 600 (WKN 263530) hingegen kämen bei ETF-Anlegern besser an. "Hier griffen Anleger auf Wochensicht zu."

Ausstieg nach einem guten Lauf

Hinter den überwiegenden Verkäufen von Portfolios mit Schwellenländer-Aktien vermutet Salaorno das Einstreichen von Gewinnen. Etwa trennten sich Anleger verstärkt vom Lyxor ETF China Enterprise (WKN A0F5BW). "Chinesische Aktien sind in den vergangenen Wochen besonders gut gelaufen." Der in Hongkong geführte Hang Seng China Enterprise Index hat sich beispielsweise seit seinem diesjährigen Tief bei 7.462 Punkten auf 8.727 Zähler spürbar erholt. Von überwiegenden Käufen spricht der Händler hinsichtlich indischer Aktien etwa im MSCI India (WKN LYX0BA). Mehr Zu- als Abflüsse gebe es für MSCI EM Asia-ETFs (WKN A1H918).

Auch bei Bartels Kunden sind Emerging Marktes-Aktien ein Thema. Überwiegend aus den Depots raus käme beispielsweise der MSCI Emerging Marktes-ETF (WKN A0HGWC) von iShares.

Telekommunikationsbranche kommt an

Zu den umsatzstärksten Branchen-ETFs gehörten einmal mehr Finanzwerte, wie Bartels informiert. Etwa stünden Tracker des Stoxx Europe 600 Banks (WKN A0F5UJ) auf den Abgabenlisten. Aktien der Energieindustrie (WKN A1C7AK) belegten Rang zwei der meist gehandelten Sektor-ETFs und würden ebenfalls zumeist abgestoßen. Gleichermaßen hin und her gehe es bei Indexfonds, die Werte aus dem Gesundheitswesen (WKN A0Q4R3) enthalten. Mit Telekommunikations-Aktien versprechen sich Anleger offenbar bessere Erträge. "Unter den Top-5 der Sektor-ETFs war dies der einzige mit überwiegenden Käufen."

Aktien aus dem Health Care-Bereich kommen bei der Société Générale zumeist unter den Hammer, wie Salaorno bemerkt. Auch trennten sich Investoren von Indexfonds, die den MSCI World Consumer Staples Index (WKN LYX0GJ) abbilden.

Interesse an Kurzläufer

Mit 20 Prozent am ETF-Aufkommen nimmt das Geschäft mit Anleihe-ETFs laut Bartels wieder an Fahrt auf. US-Bonds mit kurzen Laufzeiten (WKN A0J207) stünden in der Anlegergunst vorn. Fünf- bis siebenjährige in Euro notierende Staatsanleihen aus dem Markit iBoxx Euro Liquid Sovereign-Index (WKN ETFL14) würden in Summe abgestoßen. Käufer des ComStage Bund-Future Short (WKN ETF562) und Verkäufer des ComStage Bund-Future (WKN ETF560) hätten kein glückliches Händchen bewiesen. "Das hiesige Rentenbarometer hat sich mit 163,49 Prozent in den vergangenen Tagen gefestigt."

Höher verzinsliche Unternehmensanleihen im iShares Euro High Yield Corporate Bond (WKN A1C3NE) als auch Staatsanleihen von Schwellenländern (WKN A0NECU) wurden laut Salaorno auf beiden Seiten gespielt. "Wobei die Abgaben überwiegen."

von: Iris Merker

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© 29. März 2016 - Deutsche Börse AG

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

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