Börsen ziehen nach Osterpause leicht an

Börsen ziehen nach Osterpause leicht an
29.03.2016 18:11:59

Frankfurt (Reuters) - Die Dax-Anleger sind am Dienstag mit Schwung in die neue Handelswoche gestartet.

Nach dem langen Osterwochenende legte der deutsche Leitindex 0,9 Prozent auf 9939 Zähler zu - an Gründonnerstag hatte er 1,7 Prozent verloren. Börsianer gehen jedoch davon aus, dass die Gewinne im Dax nicht von Dauer sein dürften. Diskussionen über eine baldige Zinserhöhung in den USA könnten die Kauflust trüben, schrieb LBBW-Analyst Wolfgang Albrecht in einem Kommentar.

Anleger rätseln derzeit, wie die US-Notenbank die künftige Zinspolitik gestalten wird. Nachdem die Fed zunächst behutsame Zinserhöhungen angekündigt hatte, häufen sich nun Hinweise der Notenbanker auf ein Handeln schon im April. Mit Spannung warteten die Investoren daher auf eine Rede von Fed-Präsidentin Janet Yellen vor dem "Economic Club of New York" wie auch auf die März-Daten zum US-Verbrauchervertrauen. Die Fed hatte die Zinszügel im Dezember erstmals seit fast zehn Jahren wieder angezogen. Der Euro notierte im Vorfeld der Yellen-Rede am frühen Abend (MEZ) kaum verändert bei 1,1181 Dollar.

MÖGLICHER DIVIDENDENAUSFALL SETZT VW ZU

Unter den Einzelwerten war ebenfalls bei vielen Titeln Erholung angesagt: Im Dax zählten die Aktien der Commerzbank, ThyssenKrupp und Vonovia mit einem Plus von jeweils mehr als einem Prozent zu den größten Gewinnern. Am Donnerstag hatten sie jeweils rund zwei Prozent verloren. Das Nachsehen hatten dagegen Volkswagen, die sich um 0,8 Prozent verbilligten. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur dpa droht VW-Aktionären angesichts möglicher Milliardenstrafen im Abgas-Skandal ein Totalausfall der Dividende. "Die Schlagzeile ist natürlich erst einmal negativ, aber letztlich dürfte es niemanden überraschen, wenn die Dividende unter der Abgas-Affäre leiden wird", sagte ein Händler. VW hat zugegeben, bei Millionen Dieselautos eine illegale Software eingesetzt zu haben. Das US-Justizministerium hat den Wolfsburger Konzern wegen Verstößen gegen US-Umweltrecht auf bis zu 46 Milliarden Dollar verklagt. Seit Bekanntwerden des Skandals Mitte September haben VW-Aktien knapp 30 Prozent an Wert eingebüßt.

ÖLPREISE SCHWÄCHELN

Am Rohstoffmarkt machte die Aussicht auf eine anhaltende Ölschwemme den Preisen für Brent und WTI zu schaffen. Das Nordsee- und das US-Öl verbilligten sich jeweils um mehr als ein Prozent auf 39,78 und 38,95 Dollar je Fass. Analysten gehen davon aus, dass die Lagerbestände in den USA auch in der abgelaufenen Woche wieder ein Rekordhoch erreicht haben. Die Bestandsdaten des Branchenverbandes API werden am Abend erwartet, am Mittwoch folgt die Statistik des US-Energieministeriums. In den vergangenen Wochen hatten Spekulationen auf eine baldige Förderbegrenzung der Opec- und Nicht-Opec-Staaten die Öl-Preise etwas stabilisiert. Seit dem deutlichen Absturz zu Jahresbeginn hat der Brent-Preis inzwischen wieder mehr als 50 Prozent zugelegt.

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