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Chamenei und Präsident Ruhani uneins über Irans Wirtschaftskurs

20.03.2016 12:01:58

Dubai (Reuters) - Im Iran prallen unterschiedliche Auffassungen zwischen dem konservativen Staatsoberhaupt und dem gemäßigten Präsident über den weiteren wirtschaftlichen Kurs des Landes nach der Aufhebung der internationalen Sanktionen aufeinander.

Zwar erklärten sowohl Ajatollah Ali Chamenei als auch Hassan Ruhani bei ihren Reden zum iranischen Neujahrsfest Nowruz am Sonntag die Wirtschaft zu einem Schwerpunkt für das neue Jahr. Für den reformorientierten Ruhani ist dabei die Zusammenarbeit mit anderen Ländern der Schlüssel für Wachstum. Dagegen setzt der oberste geistliche Führer der Islamischen Republik, Chamenei, auf eine Wirtschaft, die auf Selbstständigkeit beruht. Das Land solle sich vor seinen Feinden schützen, sagte er. Damit bezieht er sich auf die USA und ihre Verbündeten.

Erst kürzlich hatte Chamenei bemängelt, dass der Iran nach dem Wegfall der internationalen Strafmaßnahmen noch nicht von den Kontakten mit multinationalen Konzernen profitiert. Hardliner um Chamenei haben wiederholt die milliardenschweren Vereinbarungen des Landes mit internationalen Konzernen kritisiert. Nach der Niederlage bei den Wahlen zum Parlament und zum Expertenrat fürchten sie Beobachtern zufolge um eine weitere Erosion ihrer Macht.

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