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China im Kaufrausch - Die Übernahmewelle in Europa rollt

China im Kaufrausch - Die Übernahmewelle in Europa rollt

WKN: 850628 ISIN: US46625H1005 JPMorgan Chase & Co.

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26.08.2016 - 17:59
11.02.2016 07:37:00

"Wir sehen eine neue Welle von chinesischem Kapital, das nach Europa - und hier vor allem nach Deutschland - schwappt", sagt Mikko Huotari vom China-Forschungsinstitut Merics. Ein Ende ist nicht in Sicht.

Der Maschinenbauer KraussMaffei - nach China verkauft. Müllverbrennungsanlagen, die einst E.ON gehörten - die erste Milliardenübernahme eines chinesischen Unternehmens in Deutschland. Die Wasser-Sparte von Bilfinger - wieder China. Und der Basler Pflanzenschutzspezialist Syngenta lässt sich lieber von ChemChina schlucken als von den Amerikanern - mit 43 Milliarden Dollar der größte China-Deal aller Zeiten in Europa. Die Häufung Anfang des Jahres mag zwar Zufall sein. Doch der Trend ist klar: "Wir sehen eine neue Welle von chinesischem Kapital, das nach Europa - und hier vor allem nach Deutschland - schwappt", sagt Mikko Huotari vom China-Forschungsinstitut Merics. Ein Ende ist nicht in Sicht.

Mit dabei waren Unternehmen aus dem Reich der Mitte schon lange, wenn Firmen in Deutschland, Österreich oder der Schweiz zum Verkauf standen. Zum Zug kamen sie allerdings oft nur bei Ladenhütern mit wenig Konkurrenz, dienten als Zählkandidaten, um für Wettbewerb zu sorgen. Zu langsam, zu umständlich, ziel- und glücklos, urteilten Banker. Das war einmal. "Sie haben gemerkt, dass sie nicht zum Zug kommen, wenn sie nicht Gas geben", sagt Sebastian Daub, der bei der Wirtschaftskanzlei Linklaters in Frankfurt das China-Geschäft leitet.

Und die Lernkurve ist steil: "Unternehmen wie ChemChina oder HNA haben schon mehrere Übernahmen gestemmt", sagt Yi Sun, die für die Unternehmensberatung EY als Brückenkopf nach China fungiert. "Sie lernen bei jedem Deal dazu und werden immer besser." Und holen sich Rat: Kürzlich habe ein Bieter aus China zwei Banken, zwei Anwaltsfirmen, einen Strategie- und einen Kommunikationsberater angeheuert, berichtet Jan Masek, Co-Chef des Investmentbanking bei HSBC in Deutschland. "Damit war er so gut aufgestellt wie jeder westliche Bieter."

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Bildquelle: Jason Lee/Reuters

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