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15.01.2016 07:23:00

Finanzinstitute

Commerzbank-Aktie, Aareal Bank & Co: Die fünf besten Bankaktien


Altlasten, strengere Vorschriften und die Niedrigzinsen machen den Geldhäusern schwer zu schaffen. Mit der nahenden Regulierungspause winkt den Bankaktien 2016 allerdings eine Erholung. Von Notker Blechner

Selten war die Stimmung auf dem zentralen Branchentreff, der Euro Finance Week in Frankfurt, so schlecht wie 2015. Die europäischen Topbanker klagten über wegbrechende Zinseinnahmen und immer stärker verschärfte Regeln seitens der Bankaufseher. "Die Regulierung wird viel tiefer in unsere Geschäftsmodelle eingreifen als wir das bisher geahnt haben", haderte der neue Helaba-Chef Herbert Hans Grüntker. "Wir werden uns auf dauerhaft sinkende Eigenkapitalrenditen einstellen müssen."

Und der scheidende Deutsche Bank-Co-Chef Jürgen Fitschen ergänzte: "Unsere Branche wird nicht zum Beschäftigungswachstum beitragen." Zwar hätten die neuen Regelungen den Bankensektor stabiler gemacht, der Preis dafür seien aber Stellenstreichungen, erklärte er. So plant die Deutsche Bank den großen Kahlschlag. 9000 Jobs sollen wegfallen, zahlreiche Filialen geschlossen werden, das Investmentbanking wird zurechtgestutzt. Und das ist erst der Anfang. Laut einer Studie der Beratungsgesellschaft Bain könnten in den nächsten zehn Jahren allein in Deutschland von den knapp 630 000 Arbeitsplätzen bei Banken und Sparkassen rund 125 000 Jobs gestrichen und weitere 115 000 Stellen ausgelagert werden. Denn um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, müssten die deutschen Institute bis 2025 gut 25 Milliarden Euro einsparen.

Wegen Basel III und anderer strengerer Vorschriften müssen die Banken immer mehr Eigenkapital vorhalten. Hinzu kommen milliardenschwere Altlasten, die nach und nach abgebaut werden. Allein die Deutsche Bank musste fünf Milliarden Euro für die Beilegung von Rechtsstreitigkeiten ausgeben. Der deutsche Branchenprimus hatte bei US-Hypothekenanleihen, den Libor-Zinsen, Klimaschutzrechten und im Devisenhandel getrickst. 2016 dürfte der Druck auf die Zinsmargen anhalten. Und die Erträge aus dem Anleihen- und Aktiengeschäft würden wohl eher stagnieren, meinen Bankexperten. Zudem schwebt als Damoklesschwert Basel IV über den Banken. Hinter dem Kürzel versteckt sich ein Regelwerk, das noch höhere Eigenkapitalanforderungen mit sich bringt.

Auf Seite 2: Gesetzgeber lässt locker



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