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Der Abend kompakt: Zehn Dinge, die Aktionäre heute Abend wissen müssen

Der Abend kompakt: Zehn Dinge, die Aktionäre heute Abend wissen müssen
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17.03.2017 17:00:00

Was ist am Donnerstag an den Finanzmärkten passiert? Heute standen im Fokus: Piech will bei VW aussteigen, Indexverfall, Kapitalerhöhung E.On, VW Absatzzahlen, Nordex Chef wirft hin, Stadas Übernahmepoker, Fraport wächst, Bayer-Monsanto Deal, Börsenaus GfK, Airbus Korruptionsverdacht. Die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.



Ferdinand Piech will bei VW-Großaktionär Porsche aussteigen



Es ist das Ende einer Ära: Der ehemalige VW-Firmenpatriarch Ferdinand Piech will beim VW-Großaktionär Porsche aussteigen. Der 79-Jährige verhandelt mit den Eigentümerfamilien Porsche und Piech über den Verkauf seiner Anteile an der Porsche SE, wie die Holding am Freitag in Stuttgart mitteilte.


Dax-Optionen verfallen bei 12.084,78 Punkten



Der Settlement-Kurs für Dax-Optionen ist am Freitag mit 12.084,78 Punkten von der Deutschen Börse festgesetzt worden, nach 11.726,91 Zählern im Vormonat. Das ist der höchste Stand seiner Geschichte. Für MDax und TecDax lagen die Settlements bei 23.649,43 (Februar: 23.228,93) beziehungsweise 1984,56 (1882,73) Stellen - ebenfalls jeweils ein Rekord.

Kapitalerhöhung von E.ON kein Schreckgespenst



Der Energiekonzern E.ON hat die Investoren mit seiner Kapitalerhöhung nicht weiter verprellt. Erst am Mittwoch hatte der Versorger mit einem Rekordverlust von 16 Milliarden Euro seine Aktien auf Talfahrt geschickt. Am Freitag legten die Papiere dagegen zu. "Das ist sinnvoll und notwendig", kommentierte der Geschäftsführer der Aktionärsvereinigung DSW, Thomas Hechtfischer, am Freitag die Kapitalerhöhung." Die E.ON-Aktie zählte am Mittag mit einem Plus von 1,5 Prozent zu den größten Dax-Gewinnern. E.ON hatte zuvor über eine zehnprozentige Kapitalerhöhung 1,35 Milliarden Euro eingesammelt. Mit dem Geld will der Konzern einen Teil seines Beitrags für den staatlich Atomfonds finanzieren. E.ON hatte Kapitalmaßnahmen in einer Größenordnung von bis zu zwei Milliarden Euro angekündigt

VW-Absatz im Februar rückläufig



Der Volkswagen-Konzern hat im Februar weniger Autos verkauft. Weltweit rollten 686.900 Fahrzeuge zu den Kunden, 0,9 Prozent weniger als vor Jahresfrist, wie der Wolfsburger Autobauer am Freitag mitteilte. "Der Februar zeigt die uneinheitliche Entwicklung der Märkte in den einzelnen Regionen", erklärte Vertriebsleiter Fred Kappler. Während in Zentral- und Osteuropa sowie Nordamerika Rückenwind zu spüren sei und die Auslieferungen des Konzerns zum Teil deutlich stiegen, blieben sie in Deutschland und der Region Asien-Pazifik unter dem Vorjahrsniveau.

Nordex-Chef wirft nach Prognosesenkung hin



Der schwächelnde Windturbinenhersteller Nordex bekommt einen neuen Chef. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Lars Bondo Krogsgaard scheide zum 31. März aus, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Nachfolger werde der bisherige Chief Operating Officer (COO) José Luis Blanco. Die Nordex-Aktie drehte daraufhin ins Plus und zog zeitweise um mehr als vier Prozent an.

Stada pokert mit besseren Aussichten um höhere Gebote



Stada versucht die Kaufinteressenten an dem hessischen Arzneimittelhersteller mit der Aussicht auf mehr Gewinn zu höheren Übernahmeangeboten zu bewegen. Das Unternehmen aus Bad Vilbel veröffentlichte am Freitag deutlich höhere Umsatz- und Gewinnprognosen für das Jahr 2019. Stada sehe in der Produktion und im Einkauf weitere Kostensenkungspotenziale, erklärte Vorstandschef Matthias Wiedenfels. Chancen auf mehr Umsatz sieht Stada im Generika-Geschäft mit "Biosimilars", Nachahmermitteln von biotechnologisch hergestellten Arzneien. Im Geschäft mit Markenprodukten setzt die Firma auf eine stärkere Expansion ins Ausland.

Frankfurter Flughafen schaltet wieder auf Wachstum



Fraport will nach dem ersten Passagierrückgang seit sieben Jahren wieder mehr Gäste an den Frankfurter Flughafen holen. Deren Zahl solle in diesem Jahr um zwei bis vier Prozent wachsen, wie Fraport am Freitag mitteilte. Um die Trendwende zu schaffen, haben die Hessen die Billigfluglinie Ryanair an den größten Airport Deutschlands geholt - sehr zum Ärger des Großkunden Lufthansa, der nun mehr Konkurrenz bekommt und die finanzielle Starthilfe des Flughafens für Ryanair kritisiert. Die Iren stationieren noch im März zwei Flugzeuge in Frankfurt, im Herbst wird die Flotte auf sieben aufgestockt.

Kreise: Bayer leitet Verkauf von Unternehmensteilen für Monsanto-Übernahme ein



Der Pharma- und Pflanzenschutzkonzern Bayer will die Behörden laut Kreisen mit dem Verkauf von Unternehmensteilen bei der geplanten Rekordübernahme von Monsanto besänftigen. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitag unter Berufung auf eingeweihte Personen berichtete, sollen in der kommenden Woche Informationen zu drei Bayer-Aktivitäten an potenzielle Bieter verschickt werden. Dabei gehe es um die Geschäfte mit Baumwoll- und Raps-Saatgut sowie das Pflanzenschutzmittel LibertyLink. Auf Anfrage wollte Bayer keinen Kommentar dazu abgeben.

Finanzinvestor KKR macht Weg für Börsen-Aus von GfK frei



Das Nürnberger Marktforschungsunternehmen GfK könnte nach mehr als 17 Jahren bald von der Börse verschwinden. Der amerikanische Finanzinvestor KKR hat den Weg für eine Zwangsabfindung (Squeeze-Out) der restlichen Kleinaktionäre freigemacht. Sechs weitere GfK-Anteilseigner mit zusammen 10,8 Prozent der Aktien tauschen ihre Papiere in eine Beteiligung an der Finanzholding Acceleratio, die KKR für den Einstieg bei der GfK gegründet hatte. Das teilte KKR am Freitag mit.

Korruptionsverdacht lastet auf Airbus



Die ausgeweiteten Korruptionsermittlungen gegen Airbus haben die Aktien des Flugzeugbauers am Freitag belastet. Die Titel verloren in Paris 1,9 Prozent auf 68,99 Euro. Im Frankfurter Handel lagen die Papiere im Nebenwerteindex MDax 1,5 Prozent im Minus

rtr/dpa-AFX

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Bildquelle: Julian Mezger

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Fraport AG 71,01 -2,00% Fraport AG
GfK SE 47,08 -0,08% GfK SE
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