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INVESTMENTBANK

Deutsche Bank-Aktie: Harte Zeiten für Aktionäre

29.01.2016 07:39:00

Nach dem überraschenden Rekordverlust von fast sieben Milliarden Euro muss John Cryan Investoren dringend Hoffnung auf Besserung machen. Doch viele gute Nachrichten hat er nicht zu verkünden - die Aktie fällt weiter. Von Alexander Sturm

Ein Rekordverlust von 6,8 Milliarden Euro für 2015, die Aktie nahe dem Allzeittief: Auf der jährlichen Bilanzpressekonferenz musste Cryan Investoren überzeugen, dass Ende am Licht des Tunnels beim Konzernumbau der Deutschen Bank zu sehen ist. Ihre Geduld scheint allmählich aufgezehrt: Schon 25 Prozent beträgt das Kursminus seit Jahresbeginn, der Börsenwert der Bank ist rund 20 Milliarden Euro geschmolzen.

Doch die nun veröffentlichen genauen Zahlen für 2015 zeigen ein gemischtes Bild: So steigerten die Sparten Zahlungsverkehr und Vermögensverwaltung im Gesamtjahr ihren Vorsteuergewinn kräftig, erstere verzeichnete gar ein Rekordergebnis. Doch gerade im wichtigen Investmentbanking sanken die Umsätze im vierten Quartal um knapp ein Drittel. Dort kämpft die Bank mit einem schwachen Anleihenhandel. Das ist neu: Bisher betonte sie stets, es seien vor allem einmalige Strafen für Skandale, die das ansonsten starke Tagesgeschäft drückten. Nun steht vor Steuern ein Quartalsverlust von 1,2 Milliarden Euro. Eine herbe Enttäuschung für Investoren.

Schwächen im Investmentbanking



Daher bemühte sich Cryan gleich zu Beginn, Erfolge herauszustellen: Den für das zweite Quartal anvisierten Verkauf der Beteiligung der Frankfurter an der chinesischen Hua Xia Bank, einen Vergleich mit US-Behörden über Verstöße gegen amerikanische Sanktionen sowie das Schrumpfen der internen Bad Bank.

"Wir haben im Handelsgeschäft etwas an Momentum verloren", gab Cryan zu. Doch das Trading mit Währungen und Zinsen bleibe stark. Mehr Sorgen mache ihm der schwächere Aktienhandel. Die Bank werde in Research und Handel investieren, um Marktanteile zurückzugewinnen.

Doch zugleich stellte er Investoren auf weiter harte Zeiten ein. "Der Umbau der Bank wird das ganze Jahr weiter gehen", sagte Cryan. Dazu zähle der Verkauf der Postbank, der Umbau des Privatkundengeschäfts und die Digitalisierung des Geschäfts. 2016, so Cryan, werde der Höhepunkt der Restrukturierung. Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, die 2015 rund 5,2 Milliarden Euro betrugen, würden weiter eine "erhebliche Belastung" bleiben. Wichtige Fälle wolle die Bank aber dieses Jahr beilegen. Wahrscheinlich würden die Rückstellungen für Skandale 2016 unter denen des Vorjahres liegen. Der Zenit der Geldstrafen könnte also überschritten sein - angesichts von 5,2 Milliarden Euro Rückstellungen indes noch kein Grund zur Freude.

Auf Seite 2: Keine Kapitalerhöhung geplant



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Bildquelle: Reuters

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