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Deutsche Bank-Aktie: Ratingagentur S&P bei Nachranganleihen alarmiert

Deutsche Bank-Aktie: Ratingagentur S&P bei Nachranganleihen alarmiert

WKN: 514000 ISIN: DE0005140008 Deutsche Bank AG

12,44 EUR
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26.08.2016 - 17:53
12.02.2016 15:21:00

Die Ratingagentur S&P nimmt die Zahlungsfähigkeit der Deutschen Bank bei ihren Nachranganleihen unter die Lupe.

Die Deutsche Bank habe seine vorhandenen Reserven für die Bedienung dieser Papiere zu Wochenbeginn zwar detailliert aufgeschlüsselt und eigentlich sollten die Mittel 2016 und 2017 reichen, teilte S&P in der Nacht zum Freitag mit. Aber der dafür ausschlaggebende Einzelabschluss nach dem deutschen Bilanzierungsstandard HGB sei sehr eng gefasst. Außerdem gebe es eine große Unsicherheit, inwiefern die anhaltenden Rechtsstreitigkeiten, der Konzernumbau und das volatile Marktumfeld die Gewinnaussichten von Deutschlands größtem Geldhaus belasteten, erklärten die Experten.

S&P stufte deshalb die sogenannten Tier-1-Papiere der Deutschen Bank um eine Stufe auf B+ herunter von BB-. Dabei machte die Ratingagentur keinen Unterschied zwischen den neuartigen Zwangswandelanleihen ("CoCos"), die 2014 ausgegeben wurden, und den älteren Nachrangpapieren. Die Tier-2-Anleihen wurden ebenfalls um eine Stufe heruntergestuft auf BB- von BB. Damit werden die Nachranganleihen mehr denn je im spekulativen Bereich gesehen - nach der Definition der Ratingagenturen ist der Schuldner stark von der wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung abhängig. Die pünktliche Begleichung der Schulden scheint noch gegeben. Das Geldhaus wollte sich zur Ratingentscheidung nicht äußern. Andere S&P-Ratings der Deutschen Bank sind von der jüngsten Entscheidung unberührt.

Das Zahlungsversprechen der Deutschen Bank zu Wochenbeginn bezog sich ausdrücklich auf die "CoCos", die im Krisenfall vorübergehend abgeschrieben werden. Hier hat der Emittent bei der Bedienung des Zinskupons einen gewissen Ermessensspielraum. Bei den Anlegern waren Zweifel aufgekommen, weil die Bank nach dem Rekordverlust 2015 bereits die Dividende für mindestens zwei Jahre gestrichen hat. Nach Konzernangaben stehen den fälligen Zinszahlungen für die "CoCos" von jeweils 350 Millionen Euro in diesem und im nächsten Jahr aber genug Reserven gegenüber. 2016 sei es etwa eine Milliarde Euro, 2017 seien es dank erwarteter Sondererlöse sogar 4,3 Milliarden Euro, hatte die Bank erklärt. Das Institut legt einen besonderen Fokus auf die "CoCos", weil es sich dieses neues Refinanzierungsinstrument nicht gleich wieder kaputt machen will.

Reuters

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Bildquelle: Ralph Orlowski/Reuters

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