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"Draghi-Effekt" und Ölpreis-Anstieg schieben Aktien an

22.01.2016 15:21:58

Frankfurt (Reuters) - In der Hoffnung auf weitere Geldspritzen der EZB und der Bank von Japan haben Anleger am Freitag bei Aktien beherzt zugegriffen.

Für Erleichterung sorgte außerdem der wieder anziehende Ölpreis. Dessen rasanter Verfall hatte in den vergangenen Wochen viele Aktienanleger verunsichert. Dax und EuroStoxx50 legten daraufhin jeweils etwa zwei Prozent auf 9769 und 3015 Punkte zu.

Genährt wurden die Spekulationen auf zusätzliche Wertpapierkäufe der Europäischen Zentralbank (EZB) von Warnungen des Notenbank-Chefs Mario Draghi vor den Risiken für die Wirtschaftsentwicklung. Sie sind Börsianern zufolge ein Hinweis darauf, dass die EZB wohl schon im März weitere Milliarden in die Finanzmärkte pumpen wird, um die drohende Deflation, eine Spirale fallender Preise und rückläufiger Investitionen, abzuwenden. Dies drückte den Euro am Freitag um etwa ein Viertel US-Cent auf 1,0845 Dollar. Parallel dazu fielen die Renditen für zwei- und fünfjährige Bundesanleihen auf Rekordtiefs von minus 0,456 und minus 0,246 Prozent.

"Bei einer so niedrigen Inflation wäre es seltsam, wenn die Zentralbanken angesichts der Marktturbulenzen und gestiegenen Risiken nicht mehr tun würden", sagte Anlagestratege John Reid von der Deutschen Bank. Jochen Stanzl, Analyst des Online-Brokers CMC Markets, warnte aber vor überzogenen Erwartungen. "Wie im Dezember könnten es die Anleger auch dieses Mal wieder bitter bereuen, auf weitere Geldgeschenke der EZB zu spekulieren, bevor sie beschlossen wurden." Damals waren die Börsen als Reaktion auf die aus Anlegersicht unzureichende Öffnung der Geldschleusen abgestürzt.

LEGT BANK VON JAPAN EBENFALLS NACH?

Einem Bericht des Wirtschaftsblatt "Nikkei" zufolge prüft die Bank von Japan "ernsthaft" eine weitere Lockerung der Geldpolitik. Dies verhalf der Börse in Tokio mit einem Plus von 5,9 Prozent zum größten Tagesgewinn seit viereinhalb Monaten. Insidern zufolge werden die Zentralbanker ihre Prognose für die Teuerung im Fiskaljahr 2016/2017 kommende Woche auf unter minus ein Prozent senken. Ein Grund hierfür sei der Ölpreis-Verfall der vergangenen Monate. Seit Mitte 2014 hat sich der Rohstoff wegen der weltweiten Überproduktion um etwa 70 Prozent verbilligt.

ÖLPREIS-TALFAHRT VORERST BEENDET

Am Freitag zog der Preis für die richtungsweisende Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee allerdings um bis zu 6,3 Prozent auf 31,10 Dollar je Barrel (159 Liter) an. Auslöser der Rally war der Kälteeinbruch in den USA und Europa, der den Bedarf für Heizöl in die Höhe treibt. Darüber hinaus lösten zahlreiche Anleger ihre Wetten auf fallende Kurse auf, um ihre Verluste zu begrenzen, sagten Börsianer. Da das Angebot die Nachfrage aber bis auf weiteres übersteigen werde, sei dieses Kursplus aber nur ein Strohfeuer.

Die Rally am Rohstoffmarkt schob die Ölwerte an: BP, Shell, Total, Statoil, OMV und Repsol gewannen bis zu 6,9 Prozent. In Russland, das stark von Energieexporten abhängig ist, legte der Moskauer Leitindex RTS 5,4 Prozent zu. Auch die Währung des Landes legte zu. Dollar und Euro verloren jeweils etwa vier Prozent zum Rubel.

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