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EKD-Ratsvorsitzender fordert Moslem-Bewegung gegen Gewalt

Berlin (Reuters) - Nach den Anschlägen in Brüssel hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, Moslems weltweit aufgefordert, sich gegen Gewalt zu stellen.

Er wünsche sich "eine breite muslimische Bewegung gegen solche religiös motivierte Gewalt", sagte der oberste Vertreter der Protestanten am Sonntag in einem Interview des Deutschlandfunks nach Mitteilung des Senders. Im Moment gehe "die Gewalt auf der Welt unter Berufung auf die Religion hauptsächlich vom Islam aus". Moslemische Gelehrte müssten sich daher selbstkritisch mit dem Koran auseinandersetzen.

Bedford-Strohm verteidigte die Unterstützung in der Flüchtlingspolitik für Bundeskanzlerin Angela Merkel durch Kirchenvertreter. "Es wäre völlig undenkbar, dass man beim Thema Flüchtlinge schweigt als Kirche", sagte der EKD-Ratsvorsitzende. In vielen Schriften des Alten Testaments und auch im Neuen Testament sei gerade der Umgang mit den Fremden so etwas wie ein Testfall für eine wirklich authentische Gottesbeziehung: "Das können wir ja nicht ignorieren. Und wenn jetzt Menschen in der Politik sich abmühen unter schweren Bedingungen, verantwortlich diese Impulse auch wirklich in Politik umzusetzen, dann verdienen sie auch unseren Rückenwind."

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