NORDLB-STUDIE

ENI-Aktie, BP und Co.: Die besten Ölaktien fürs Depot

ENI-Aktie, BP und Co.: Die besten Ölaktien fürs Depot

WKN: 897791 ISIN: IT0003132476 Eni S.p.A.

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23.10.2017 - 17:55
09.10.2017 02:20:00

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ENI-Aktie



Bei ENI fällt das Kurspotenzial ähnlich hoch aus wie bei Repsol aus Spanien, doch den Angaben der NordLB zufolge winkt bei dem italienischen Öl- und Gas-Konzern die etwas höhere Dividendenrendite. Konkret ist die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 15,50 Euro ausgestattet. Das liegt um rund elf Prozent über der aktuellen Börsennotiz.

Die für das zweite Quartal 2017 von ENI vorgelegten Ergebnisdaten blieben klar hinter dem Erfolg des Jahresauftaktquartals zurück, wobei dieser Rückgang wesentlich aus der Saisonalität der Sparte Gas & Power (einschließlich LNG-/Flüssigerdgasaktivitäten) resultierte. Auf Konzernebene wurde ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 1,02 Milliarden Euro erzielt (erstes Quartal 2017: 1,83 Milliarden Euro, Vorjahr: 188 Millionen Euro). Analysten waren gemäß des von ENI selbst ermittelten Konsens von 1,05 Milliarden Euro ausgegangen. Die Steigerung zum Vorjahr führte ENI sowohl auf das Marktumfeld (Beitrag mit rund 550 Millionen Euro quantifiziert) als auch auf effizientere Produktionsprozesse (Beitrag von rund 300 Millionen Euro) zurück.

Als Chancen und Stärken führt die NordLB bei ENI die Produktionsmengensteigerungen als Resultat einer erstklassigen Explorations-Performance an. Hinzu kommt die Ölförderung im Kaspischen Meer, die im November 2016 wieder aufgenommen wurde (Kashagan; Anteil: 16,8 Prozent). Trotz einer Kappung der Zahlung auf aktuell 0,80 Euro je Aktie werfe der Titel zudem eine hohe Dividendenrendite ab.

Unter Schwächen und Risiken hat Drebing bei ENI den durch den Ölpreisverfall bedingten Ergebniseinbruch stehen. Zudem gebe es erhöhte politische Risiken durch Engagements in Libyen (Produktionsanteil 2016: 20,1 Prozent), in Nigeria (6,7 Prozent) oder im Kongo (5,6 Prozent) zu berücksichtigen.

Der mit dem Erdgasfeld Zohr realisierte Explorationserfolg und ein sich kurzfristig abzeichnender Produktionsanstieg - die Unternehmensprognose geht für 2017 von einem Mengenzuwachs von fünf Prozent aus -stimmen Drebing letztlich aber zuversichtlich. Weil sich das Kurspotenzial gemessen am Kursziel auf mehr als zehn Prozent belief, wurde das Anlageurteil Mitte September von "Halten" auf "Kaufen" angehoben.

Die Schätzungen der NordLB für das Ergebnis je Aktie bewegen sich für 2017 und 2018 bei plus 0,65 Euro und plus 0,71 Euro, nachdem für 2016 noch ein Verlust von 0,41 Euro ausgewiesen wurde. Die Dividendenzahlung sieht man bis auf weiteres bei 0,80 Euro je Anteilsschein, was beim aktuellen Kurs von 13,97 Euro einer Rendite von 5,73 Prozent entspricht.

Charttechnik





Für Dauer-Investoren war es seit 1998 bei ENI nicht möglich, Kursgewinne zu verbuchen und auch den seit März 2009 Bullenmarkt an den Weltbörsen hat der Titel nicht richtig mitgemacht. Das Chartbild ist folglich eher langweilig und lässt auch deshalb keine großen Hoffnungen auf nachhaltige Kursgewinne zu, weil auf den Weg nach oben zahlreiche gestaffelte Widerstände warten, deren knacken nicht einfach sein dürfte.

Profil



ENI ist einer der bedeutenden Öl- und Gaskonzerne Europas. Obwohl grundsätzlich als integriertes Geschäftsmodell angelegt, beruht die Wertgenerierung auf den Erfolgen der Exploration und den Erlösen der Erdöl- und Gasförderung ("Upstream"). Wichtigste Förderregionen sind Nordafrika mit Ägypten und Libyen, Europa mit Italien und Norwegen, Zentralafrika mit Kongo und Nigeria, sowie Kasachstan. Die "Downstream-Aktivitäten", also die Weiterverarbeitung in Raffinerien und das Produktgeschäft, erfüllen aufgrund vernachlässigbarer Dimensionen und schwacher Performance (Petrochemie-Sparte Versalis) nicht die Funktion als zusätzlich tragende Säule; das Tankstellennetz (Marktanteil in Italien bei 25 Prozent) bleibt ein Randgeschäft.

Die Sparte Gas & Power mit 10 Millionen Kunden in Europa, acht Millionen davon in Italien, hatte bis Anfang des Jahrzehnts zeitweilig für stabilisierenden Ausgleich gesorgt. Wertschöpfungsschwerpunkt ist die Gasversorgung. Gas & Power gelten Abspaltungsbestrebungen. Im Konzern verbleibt dagegen die Chemiesparte Versalis. An Saipem, führend mit Ingenieursdienstleistungen für Exploration, Förderung und Prozessinfrastruktur (per 14. September. Marktkapitalisierung: 3,4 Milliarden Euro), besteht eine 30,5 Prozent-Beteiligung. Ankeraktionär ist der italienische Staat, der über CDP und direkt 30,1 Prozent hält. ENI zählte Ende 2016 33,5 Tausend Beschäftigte (Ende 2014 inklusive Saipem und Versalis: 84,4 Tausend).

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