NORDLB-STUDIE

ENI-Aktie, BP und Co.: Die besten Ölaktien fürs Depot

ENI-Aktie, BP und Co.: Die besten Ölaktien fürs Depot

WKN: 897791 ISIN: IT0003132476 Eni S.p.A.

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23.10.2017 - 07:34
09.10.2017 02:20:00

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Total-Aktie



Ein Kaufvotum der NordLB hat auch Total inne. Dieses positive Urteil ist bei dem französischen Ölkonzern mit einem Kursziel von 55,00 Euro verbunden. Das lässt dem Wert immerhin 21,6 Prozent Luft nach oben.

Mit den für das zweite Quartal 2017 vorgelegten Geschäftsdaten hat Total laut Drebing einmal mehr die Prognosen übertroffen. Im Hinblick auf das bereinigte Nachsteuerergebnis gelang dies das zwölfte aufeinanderfolgende Mal seit dem Bericht zum dritten Quartal 2014. Der Konzern berichtete 2,474 Milliarden Dollar. (erstes Quartal 2017: 2,558 Milliarden Dollar, Vorjahr.: 2,174 Milliarden Dollarr). Thomson Reuters hatte den Analystenkonsens mit 2,318 Milliarden Dollar ermittelt.

Besser als erwartet schlossen laut NordLB in erster Linie die Upstream-Aktivitäten (Exploration und Förderung) ab, für die das bereinigte Nachsteuerergebnis mit 1,359 Mrd. Dollar berichtet wurde (erstes Quartal 2017: 1,382 Milliarden Dollar, Vorjahr: 1,043 Milliarden Dollar). Total erzielte im Durchschnitt einen Rohölabsatzpreis von 45,1 Dollar je Barrel, ein Rückgang gegenüber dem ersten Quartal 2017 von acht Prozent. Das Nachsteuerergebnis der Downstream-Aktivitäten (zu 40 Prozent Kraftstoffherstellung in Raffinerien, außerdem Petrochemie, Vertrieb und Service) gab im Vergleich zum sehr guten Vorjahr um 10,0 Prozent nach, weil sich Wartungsstillstände häuften. Auch die Produktion des laufenden Quartals war eingeschränkt; ab Ende August beeinträchtigten Überflutungen die Verarbeitung in Port Arthur (Texas; Kapazität: 225,5 Tausend Barrel je Tag).

Total habe eine überzeugende Reaktion auf den Ölpreiseinbruch gezeigt, indem man operativ gesteigert und bei den Investitionsvorhaben die Ausgabendisziplin verstärkt habe, heißt es. Das Downstream-Geschäft werfe bei niedrigen Rohöl-Notierungen höhere Ergebnisbeiträge aus dem Produktgeschäft ab. Die Ölförderung im Kaspischen Meer sei im November 2016 wieder aufgenommen worden (Kashagan; Anteil: 16,8 Proztent). Es werde aufgrund entsprechender Prioritätensetzung eine unverändert hohe Dividende gezahlt und diese werde ergänzt durch eine Wahldividende ("Scrip dividend"), bei der es bei einem Aktienbezug keinen Zahlungsmittelabfluss gebe.

Negativ sei dagegen, dass die Ergebnisbeiträge der Upstream-Aktivitäten volatil seien und durch den Verfall der Rohöl-Notierungen stark beschnitten würden. Auch gebe es über die Russland-Beteiligung Novatek (Anteil: 18,2 Prozent) US-Dollar-Verbindlichkeiten. Wie bei anderen Öl-Konzerne bestünden außerdem grundsätzliche Risiken wie Fehlschläge in der Exploration, gravierende Umwelt-beeinträchtigungen oder staatliche Willkür.

Die Schätzung für den Gewinn je Aktie beträgt 3,71 Euro für 2017 und 4,05 Euro für 2018, nach einem ausgewiesenen Wert von 4,08 Euro für 2016. Was die Ausschüttung angeht, sollen den Schätzungen zufolge für das laufende Geschäftsjahr 2,49 Euro je Aktie fließen und für 2018 dann 2,55 Euro, nach 2,45 Euro für 2016.

Die Expansionsinitiativen sind nach Aussage von Drebing von kurzfristig greifenden Produktionsanläufen (4x 2016, 12x 2017/2018) oder der Al-Shaheen-Lizenz bis zu den nächstes Jahrzehnt relevanten zehn finalen Budgetfreigaben (2017/2018) und dem Iran-Projekt gestaffelt. Hinzu kommt der Erwerb der Ölsparte von Møller-Mærsk, auf den die NordLB nach Aktualisierung des strategischen Ausblicks näher eingehen will.

Charttechnik





Siebzehn Jahre sind es inzwischen nun schon, in denen der Aktienkurs von Total unter dem Strich nur auf der Stelle tritt. Es gab zwar Ausreißer nach unten und nach oben, doch momentan kostet der Titel nicht mehr als im Oktober 2000. Auch in den vergangenen Jahren herrschte ein Seitwärtstrend vor und solange dieser nicht mit einem Ausbruch nach unten oder nach oben beendet wird, ist diese Aktie charttechnisch relativ langweilig.

Profil



Total ist einer der global führenden Öl- und Gaskonzerne. Das integrierte Geschäftsmodell reicht von der Exploration und Förderung von Rohöl/Gas ("Upstream") zu Aktivitäten, die sich von der Weiterverarbeitung zu Petrochemikalien, Kraftstoffen, Schmierstoffen und Heizöl, über den Handel und Transport der Produkte bis zum Vertrieb an den Endkunden erstrecken ("Downstream"). Wichtigste Förderregionen sind Nigeria, die Vereinigten Arabischen Emirate (2015 erneuerte Lizenz für ADCO), Russland (über Novatek) sowie Norwegen, außerdem Großbritannien, Angola, Indonesien und Katar. Total beschäftigt knapp 100.000 Mitarbeiter. Die Aktie ist das höchstgewichtete Papier im EURO STOXX 50 (Gewicht: 4,6 Prozent) und im CAC 40 (9,1 Prozent).

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